• 15.09.2021, 08:00:02
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50 Jahre Greenpeace: Ein Kampf für den Umweltschutz

Bundespräsident Van der Bellen gratuliert mit Videobotschaft

Utl.: Bundespräsident Van der Bellen gratuliert mit Videobotschaft =

Wien (OTS) - Heute feiert Greenpeace, eine der größten
internationalen Umweltschutzorganisationen, ihr 50-jähriges Jubiläum.
Ein Ereignis, das auch Bundespräsident Van der Bellen zum Anlass
nimmt, um der Organisation mit einer Videobotschaft zu gratulieren:
“Durch Greenpeace und die zahlreichen Unterstützerinnen und
Unterstützer dieser Organisation hat unsere Umwelt einen starken
Verbündeten gefunden. Und das braucht sie auch. Als Bundespräsident
der Republik Österreich danke ich Greenpeace für diesen unermüdlichen
Einsatz und wünsche viel Erfolg für die kommenden Jahrzehnte.”
Klimakrise und Artensterben gehören zu den dringendsten Problemen
unserer Zeit. Daher setzt sich Greenpeace bis heute mit aller Kraft
für den Schutz unseres Planeten ein: Sei es durch den tatkräftigen
Widerstand gegen die Lobau-Autobahn, den Kampf gegen Kohlekraftwerke
oder das Pflanzengift Glyphosat.

“Greenpeace ist die globale Anwältin der Umwelt. In den vergangenen
Jahrzehnten hat die Organisation zahlreiche Umweltverbrechen
aufgedeckt und sich erfolgreich gegen Politik und mächtige Konzerne
gestellt, wenn unsere Natur bedroht wurde. Diese Mission werden wir
auch in Zukunft mit aller Kraft verfolgen”, sagt Alexander Egit,
Geschäftsführer von Greenpeace in Zentral- und Osteuropa sowie
Vorstandsvorsitzender von Greenpeace EU. Am 15. September 1971 machte
sich eine Gruppe von Aktivisten mit einem kleinen Schiff vom
kanadischen Vancouver auf, um die Atomtests auf den Aleuten zu
stoppen. Diese Mission war die Geburtsstunde von Greenpeace. Aus der
kleinen Gruppe an UmweltschützerInnen ist mittlerweile eine moderne
internationale Organisation mit Büros in über 55 Ländern entstanden.

Weitere erfolgreiche Schritte folgen, etwa zum Schutz der Meere: 1970
gibt es weltweit weniger als 6.000 Blauwale. Auch andere Walarten
sind durch den Walfang bedroht. Ab 1973 stellen sich
Greenpeace-AktivistInnen mit Schlauchbooten ausgestattet den
Walfängern in den Weg und dokumentieren erstmals deren Treiben. Die
Bilder entfachen heftige Proteste. 1982 beschließt die Internationale
Walfangkommission (IWC) das Ende des kommerziellen Walfangs. Zu den
prägenden Momenten in der Geschichte von Greenpeace gehört auch die
Versenkung der Rainbow Warrior 1985. Damals steht das Schiff in
Neuseeland vor Anker, bereit sich den Atomtests im Mururoa-Atoll
entgegenzustellen. Der französische Geheimdienst bringt zwei
Sprengsätze am Rumpf des Schiffes an und versenkt das Schiff. Diesem
Anschlag fällt auch der Greenpeace-Fotograf Fernando Pereira zum
Opfer. Zu diesem Zeitpunkt ist Greenpeace in Österreich zwei Jahre
alt, und setzt sich - erfolgreich - für ein Ende der
umweltgefährdenden Chlorbleiche in der österreichischen
Papierindustrie ein.

Auch in der Antarktis ist Greenpeace aktiv. 1987 wird die erste
Greenpeace-Antarktisstation in der Ross Dependency gegründet. Ziel
ist es, die Ausbeutung dieses einzigartigen Ökosystems zu stoppen.
Erst als 1991 die Antarktis-Vertragsstaaten, darunter Frankreich und
die Vereinigten Staaten, ein 50-jähriges Verbot für die
Rohstoffausbeutung beschließen, wird die Greenpeace-Station vor Ort
geschlossen. Vor genau 25 Jahren startete Greenpeace in Österreich
den Kampf gegen Gentechnik im Feld und am Teller. Das trägt etwa dazu
bei, dass Österreich als erstes Land überhaupt ein Importverbot für
Gentech-Mais beschließt. Die Grundlage dafür bildet das erfolgreiche
Anti-Gentechnik-Volksbegehren mit über 1,2 Millionen Unterschriften.
Zu den prägenden Momenten in Österreich zählen unter anderem auch ein
Verbot der unterirdischen CO2-Speicherung und eine Absage an
Schiefergasförderungen im Jahre 2011, sowie ein Importverbot für
Atomstrom ab 2014.

“Wir können auf zahlreiche Erfolge zurückblicken und unsere Arbeit
ist wichtiger denn je”, sagt Egit. “Der Kampf gegen die Klimakrise
und das Artensterben zählen zu den größten Herausforderungen der
heutigen Zeit und sind für Greenpeace weltweit Top-Priorität”. Die
aktuellen Schwerpunkte von Greenpeace in Österreich spiegeln das
wider: Die Kampagne gegen die Lobau-Autobahn in Wien, der Einsatz für
einen mittelfristigen Ausstieg der OMV aus Öl und Gas und die
Kampagne zur Rettung des Neusiedler Sees vor Bebauung sind nur drei
Beispiele aus diesen Themenfeldern.

Greenpeace nimmt kein Geld von Regierungen und Unternehmen. “Zu
unserem Geburtstag möchte ich mich auch ausdrücklich bei unseren mehr
als 100.000 UnterstützerInnen in Österreich bedanken, ohne die unsere
Arbeit nicht möglich wäre”, so Egit, “Das gleiche gilt auch für
unsere zahlreichen freiwilligen Aktivistinnen und Aktivisten, die
Greenpeace zu dem gemacht haben, was es heute ist. Eine erfolgreiche
Umweltschutzorganisation.”

Videobotschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen:
https://act.gp/2XgkJHJ

Landkarte zu der Entwicklung von Greenpeace: https://act.gp/3hsTlNe

Factsheet zu den prägendsten Momenten von Greenpeace:
https://act.gp/3AnVbXv

Bildmaterial finden Sie unter: https://act.gp/3nru8Xv
Fotomaterial steht unter Angabe der Credits für die redaktionelle
Nutzung kostenlos zur Verfügung.

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