- 08.09.2021, 10:01:14
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- OTS0054
August beschert heimischem Tourismus ein Nächtigungsplus
Übernachtungszahlen sogar 2 Prozent über dem Rekordsommer 2019
Utl.: Übernachtungszahlen sogar 2 Prozent über dem Rekordsommer 2019 =
Wien (OTS) - Während im Jahr 2020 die inländischen Gäste den
Komplettabsturz des Sommertourismus verhinderten, konnten heuer
angesichts der entspannteren Pandemiesituation wieder deutlich mehr
ausländische Gäste in Österreich begrüßt werden. Wie von der
Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) bereits Anfang August
prognostiziert, stagnierte im Juli 2021 die Zahl der Nächtigungen in
Österreich (im Vergleich zum Jahr 2020). Für August prognostiziert
die OeNB auf Basis der Zahlungskartenumsätze im Reiseverkehr einen
deutlichen Anstieg der ausländischen Übernachtungen. Besonders starke
Zunahmen verzeichneten die Übernachtungen von Gästen aus Deutschland
und den Niederlanden. Die OeNB erwartet für die Gesamtzahl der
Übernachtungen im August einen Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem
Vorjahr – getragen von einem kräftigen Zuwachs von Nächtigungen
ausländischer Gäste (+27 Prozent) bei einem geringfügigen Minus von
Nächtigungen inländischer Touristinnen und Touristen (–6 Prozent).
Insgesamt bedeutet das sogar ein Plus von 2 Prozent im Vergleich mit
dem Rekordsommer 2019.
Die Ausgaben mittels Zahlungskarten von inländischen Gästen in
Österreich haben sich – ausgehend von einem sehr hohen Niveau im Juli
2021 – im August nur leicht verringert. Im Vorjahresvergleich wurden
geringfügig höhere Ausgaben in Beherbergungsunternehmen verzeichnet,
jedoch hat sich die Dynamik insgesamt etwas abgeschwächt (Juli: +9
Prozent, August: +2 Prozent). Die Ausgaben von ausländischen
Touristinnen und Touristen stiegen hingegen im August 2021 stark an
und übertreffen inzwischen nicht nur jene des Vorjahrs deutlich,
sondern auch die aus dem Jahr 2019 (gegenüber 2020: Juli: +19
Prozent, August: +46 Prozent; gegenüber 2019: Juli: –13 Prozent;
August: +15 Prozent). Besonders ausgeprägt ist der Anstieg von
Ausgaben mittels Zahlungskarten bei Touristinnen und Touristen aus
den wichtigen Herkunftsländern Deutschland (Juli: +34 Prozent,
August: +65 Prozent) und den Niederlanden (Juli: +6 Prozent, August:
+57 Prozent; jeweils im Vergleich zu 2019).
Aufgrund von Corona-bedingten Verschiebungen zwischen baren und
unbaren Zahlungsmitteln lassen sich Zahlungskartenumsätze nicht eins
zu eins auf Nächtigungszahlen übertragen. Insbesondere inländische
Gäste verwenden Zahlungskarten deutlich häufiger als vor Ausbruch der
COVID-19-Krise. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen haben die
Schätzungen der Vormonate gezeigt, dass sich mit den vorliegenden
Zahlungskartenumsätzen die Nächtigungen sehr gut vorhersagen lassen.
Auf Basis der bis zur Kalenderwoche 34 vorliegenden Daten können die
Übernachtungen inländischer und ausländischer Gäste in Österreich im
August 2021 bereits heute geschätzt werden. Die tatsächlichen Zahlen
werden erst Ende September von Statistik Austria veröffentlicht. Die
OeNB erwartet für August 2021 einen Anstieg bei Übernachtungen um 15
Prozent gegenüber 2020 – getragen von einem kräftigen Zuwachs von
Nächtigungen ausländischer Gäste (+27 Prozent) bei einem
geringfügigen Minus von Nächtigungen inländischer Touristinnen und
Touristen (–6 Prozent).
Im Vergleich zum Rekordsommer 2019 ergibt sich damit im August
insgesamt sogar ein geringfügiger Anstieg von 2 Prozent. Dahinter
verbirgt sich eine deutliche Verbesserung bei den Nächtigungen
ausländischer Gäste, die nur noch 2 Prozent unter dem Rekordsommer
2019 liegen. Erklärt wird dieser Anstieg insbesondere von einem
starken Zuwachs von Gästen aus Deutschland und den Niederlanden, die
jeweils rund 20 Prozent über den Werten von 2019 liegen – dies
bedeutet einen Zuwachs von rund 15 Prozent (Deutschland) und 50
Prozent (Niederlanden) im Vergleich zum Vorjahr. Deren Zunahme
kompensiert weiterhin bestehende Ausfälle aus Überseedestinationen.
Die Übernachtungen von inländischen Gästen liegen zwar unterhalb der
Vorjahreswerte (–6 Prozent), aber immer noch 16 Prozent über dem Wert
von 2019.
In den Sommermonaten Juli und August ergibt sich im Vergleich zum
Vorjahr in Summe eine Zunahme von Übernachtungen von 8 Prozent, dies
korrespondiert mit einem Rückgang im Vergleich zu 2019 um 7 Prozent.
Aktuelle Ausarbeitung der OeNB zu den wirtschaftlichen Folgen der
COVID-19-Pandemie: https://www.oenb.at/Publikationen/corona.html
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