• 30.08.2021, 10:39:35
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  • OTS0045

Blümel: Positive Stimmung bei heimischer Wirtschaft und Unternehmen – Ratenzahlungsmodell bewährt sich

Konjunktur laut WIFO 1,3% über Vorkrisenniveau, 32.000 Unternehmen beantragen Covid-19- Ratenzahlungsmodell für Steuerstundungen

v.l.n.r.: Prof. Gabriel Felbermayr, Finanzminister
Gernot Blümel, Prof. Dr. Dr. Lars Feld und Prof. Dr. Christoph
Badelt

Utl.: Konjunktur laut WIFO 1,3% über Vorkrisenniveau, 32.000
Unternehmen beantragen Covid-19- Ratenzahlungsmodell für
Steuerstundungen =

Wien (OTS) - „Die positive Dynamik der vergangenen Monate setzt sich
fort. Durch die Öffnungsschritte haben sich alle Sektoren stark
erholt. Aktuell liegt die österreichische Wirtschaftsentwicklung 1,3
Prozent über dem Vorkrisenniveau und 5,1 Prozent über der
Vorjahreswoche. Diese Zahlen decken sich mit der Erwartungshaltung
der Wirtschaft und der verbesserten Stimmung in allen Sektoren,
insbesondere im Bau und im Industriebereich, aber auch im Tourismus“,
so Finanzminister Gernot Blümel angesichts des aktuellen
Konjunkturklima-Barometer des Wifo. Die Daten des
WIFO-Konjunkturtests, der die aktuelle Stimmung und Erwartungshaltung
in Unternehmen misst, zeigt im Sommer mit +22 Punkten nach wie vor
ein hohes Niveau. Nach der raschen Erholung im Bau und in der
Industrie zeigen die Daten zuletzt auch im Dienstleistungsbereich
eine bessere Stimmung. „Unsere Maßnahmen ermöglichen einen raschen
wirtschaftlichen Aufschwung. Gleichzeitig helfen wir den am stärksten
betroffenen Branchen, wie beispielsweise Reiseveranstaltern, der
Nachtgastronomie oder der Stadthotellerie auch weiterhin und stellen
Liquidität zur Verfügung.“

Besonders die Zahlungserleichterungen der Finanzverwaltung wurden
seit Beginn der Pandemie stark angenommen. Insgesamt wurden seitens
der Finanzverwaltung knapp 5,6 Mrd. Euro gestundet oder herabgesetzt.
Durch die rasche wirtschaftliche Erholung im 2. Quartal 2021 konnten
mit Ende Juni die Stundungen aufgehoben werden. Zur Abfederung der am
härtesten getroffenen Unternehmen wurde das COVID-19
Ratenzahlungsmodell geschaffen. Unternehmen konnten hier ein speziell
entwickeltes Modell in Anspruch nehmen, das ihnen eine Rückzahlung
ihrer ausständigen Rückstände bis längstens Ende Juni 2024
ermöglicht. „Das COVID-19-Ratenzahlungsmodell wurde von rund 32.000
Unternehmen beantragt. Laut aktuellen Schätzungen von
Wirtschaftsforschern sind das genau die 10 Prozent der Unternehmen,
die durch die COVID-19 bedingte Wirtschaftskrise erhebliche
Liquiditätsschwierigkeiten hatten und haben“, so Blümel.

Von den insgesamt 2,2 Mrd. Euro, die in Ratenzahlungsmodellen und
anderen Zahlungserleichterungen abgewickelt werden, entfallen rund
1,7 Mrd. Euro auf das COVID-19 Ratenzahlungsmodell. „Hier haben wir
eine kulante Lösung für alle betroffenen Steuerzahlenden, Unternehmen
und Privatpersonen gefunden“, so Finanzminister Blümel.

Betreffend den Rückstand, den die Steuerpflichtigen am Tag der
Bewilligung des Ratenzahlungsmodells hatten, ist die kleinteilige
österreichische Unternehmenslandschaft abgebildet: Über 30 Prozent
der Ratenzahlungsansuchen wickeln einen Betrag von 500 bis 5.000 Euro
ab. Über 20 Prozent der Ratenzahlungsansuchen betreffen Beträge
zwischen 10.000 und 30.000 Euro. Knapp über 10 Prozent der
Steuerpflichtigen zahlen einen Betrag von 50.000 Euro in Raten
zurück.

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