• 25.08.2021, 13:58:41
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EZG Frischei: Österreichische Eier werden um 2 Cent teurer

Anhebung der Produzentenpreise jetzt dringend notwendig

Utl.: Anhebung der Produzentenpreise jetzt dringend notwendig =

Wien (OTS) - Seit über einem Jahr steigen die Futtermittelpreise im
Inland, auch die neue Ernte bringt keine Entspannung der
Preissituation. Die Folgen der COVID-Pandemie, gepaart mit
Ernteausfällen aufgrund von extremen Witterungsverhältnissen wie
Hitze und Trockenheit sowie Überschwemmungen verursachen ständige
Korrekturen der Ernteprognosen nach unten. Corona-bedingte
Spekulationen an den Börsen tun ihr Übriges dazu, dass die
Futtermittelpreise ständig steigen. Die hohen Futterpreise bei
jahrelang gleichbleibenden Produzentenpreisen und teilweise sinkenden
Endverbraucherpreisen bedrohen nun die Existenz der österreichischen
Legehennenhalter. Sie schlagen daher Alarm: Immer mehr Betriebe sehen
ihre Existenzgrundlage bedroht. Eine Anhebung der Produzentenpreise
sei jetzt dringend notwendig, wird betont.

Mehrere Faktoren beeinflussen den Eierpreis

Die österreichischen Eierproduzenten arbeiten nachweislich nach
den EU-weit strengsten Standards und bieten den heimischen
Konsumenten Frischeier höchster Qualität zu einem leistbaren Preis.
In den letzten Jahren wurden die Margen allerdings durch steigende
Produktionskosten laufend geringer. Zeitgleich nahmen die Aktionen
bei Eiern im Handel zu und führten insgesamt zu einem Preisverfall,
verbunden mit einer Verminderung der Wertigkeit von Eiern. Betrachtet
man die offiziellen Preismeldungen der Agrarmarkt Austria (AMA), so
weisen diese für Bodenhaltungseier für 2020 eine Preisreduktion von
8% im Vergleich zum Jahr 2010 aus. In den letzten zehn Jahren wurden
allerdings wesentliche qualitätsverbessernde Maßnahmen umgesetzt.
Dazu zählen die Umstellung auf gentechnikfreie Fütterung oder das
Verbot von Regenwald-Soja im Hühnerfutter. Andererseits sorgt die
Österreichische Eierdatenbank seit 2012 für die eindeutige
Rückverfolgbarkeit der Eier vom Erzeugerbetrieb bis zum Verkaufsregal
im Handel. Der Einsatz von Tierarzneimitteln konnte dank sorgsamer
Betreuung der Tiere um mehr als die Hälfte reduziert werden.

Preisanhebung jetzt notwendig

"Sollte jetzt keine Preisanpassung an die realen Produktionskosten
bei Eiern gelingen, dann verlieren viele kleine und mittelgroße
heimische Betriebe ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage. Die
Futterkostensteigerungen sind bei gleichbleibenden Eierpreisen für
sie wirtschaftlich nicht mehr zu verkraften. Hinzu kommt, dass auf
Grund des nach wie vor geringen Absatzes in der Gastronomie weiterhin
große Mengen an Eiern zu sehr niedrigen Preisen in der
eierverarbeitenden Industrie verwertet werden müssen", betont Franz
Kirchweger, Obmann der österreichischen Frischeiererzeuger.

Verantwortung übernehmen

"Unsere Partner im Handel sind jetzt aufgefordert, Verantwortung
zu übernehmen - im Interesse der Bäuerinnen und Bauern, aber auch der
Konsumentinnen und Konsumenten. Die Erzeugerpreise müssen nun um
mindestens 2 Cent pro Ei angehoben werden. Ich bin davon überzeugt,
dass die heimischen Verbraucher bereit sind, diesen nachvollziehbaren
Mehrpreis für ein so hochwertiges, regional erzeugtes Lebensmittel
auch zu bezahlen", so Kirchweger.

Keine Preisanhebungen in den letzten zehn Jahren

Betrachtet man die Preismeldungen der AMA, so sieht man, dass es
seit 2010 außer bei Bio-Eiern de facto weder für Konsumenten noch für
Bauern eine Preisanpassung gegeben hat. Bei Freiland- und
Bodenhaltungseiern zeigt sich eine reale Preisminderung und bei
Bio-Eiern blieb die Teuerung unterhalb der Inflationsrate. "Wir
tragen eine große Verantwortung für die Tiere und in weiterer Folge
für die Gesundheit der Österreicherinnen und Österreicher. Unsere
Bäuerinnen und Bauern verdienen für ihre Arbeit mehr Wertschätzung,
die sich besonders auch in dieser Krisensituation im Preis
widerspiegeln muss", stellt der Obmann der ZAG - Zentrale
Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft, Franz
Karlhuber, fest. (Schluss)

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