• 24.08.2021, 08:10:57
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Greenpeace-Aktion vor Ungarischer Botschaft in Wien

Umweltschutz-AktivistInnen fordern sofortigen Baustopp von ungarischem Mega-Tourismus-Projekt am Neusiedler See

Utl.: Umweltschutz-AktivistInnen fordern sofortigen Baustopp von
ungarischem Mega-Tourismus-Projekt am Neusiedler See =

Wien (OTS) - 15 AktivistInnen der Umweltschutzorganisation Greenpeace
protestieren heute vor der Ungarischen Botschaft in Wien gegen die
Errichtung eines 60 Hektar großen Mega-Tourismus-Projektes am
ungarischen Teil des Neusiedler Sees in Fertőrákos.
Das von der ungarischen Regierung vorangetriebene Projekt liegt
mitten im mehrfach geschützten Nationalpark, Natura 2000-Gebiet und
international bedeutenden Ramsar-Feuchtgebiet. Das Projekt gefährdet
auch den UNESCO-Welterbestatus des Neusiedler Sees. 60 Hektar Natur,
umgerechnet rund 80 Fußballfelder, sollen etwa für ein
Vier-Sterne-Hotel mit 100 Zimmern, ein Parkhaus mit 880 Stellplätzen
und einen Yachthafen mit 850 Bootsliegeplätze zerstört werden. Das
Projekt in Ungarn ist damit das derzeit größte Bauprojekt am
Neusiedler See.

Im Zuge der Greenpeace-Aktion haben 3 AktivistInnen den Balkon der
ungarischen Botschaft besetzt und dort ein großes Transparent mit der
Aufschrift “Keine Umweltzerstörung am Neusiedlersee” fixiert. Die
AktivistInnen fordern einen sofortigen Baustopp in Fertőrákos.
Gefordert wird außerdem die umgehende Übermittlung aller
Informationen über das Bauprojekt durch die ungarischen Behörden an
die Öffentlichkeit und die österreichische Bundesregierung. Das ist
trotz des Baubeginns vor einigen Wochen immer noch nicht geschehen.

“Die Vorgehensweise der ungarischen Regierung ist inakzeptabel.
Ungarn behauptet, dass das Bauprojekt keine Auswirkungen auf
Österreich hätte. Das ist nicht nachvollziehbar, denn die Baustelle
liegt nur knapp einen Kilometer von der österreichischen Grenze
entfernt”, sagt Greenpeace-Sprecher Herwig Schuster. Kürzlich hat
Greenpeace gegen das Bauprojekt eine Petition gestartet. “In nur 2
Wochen haben wir bereits knapp 20.000 Unterschriften gegen das
Projekt gesammelt. Die Menschen sind zutiefst besorgt über die
maßlose Zerstörung im Nationalpark”, so Schuster. Das Projekt in
Fertőrákos ist die derzeit größte Bedrohung für den Nationalpark.
Greenpeace beobachtet aber auch einige geplante Bauvorhaben auf
österreichischer Seite mit großer Sorge.

Ein kürzlich von Greenpeace beauftragtes und veröffentlichtes
Gutachten kam zum Ergebnis, dass durch das Bauprojekt in Fertőrákos
inakzeptable Auswirkungen auf Fauna und Flora drohen. Diese
Auswirkungen sind grenzüberschreitend und betreffen auch Natur und
Umwelt auf der österreichischen Seite. Insbesondere die Vogelwelt
würde massiv unter dem Projekt leiden. “Die Bedrohung für den
Neusiedler See ist real. Auch die UNESCO hat bereits Ihre Sorge in
einer Stellungnahme ausgedrückt”, merkt Schuster an.” Greenpeace
fordert von der ungarischen Regierung einen sofortigen Baustopp in
Fertőrákos. “Gegen die Renovierung des bestehenden Strandbades hätten
wir nichts einzuwenden. Aber das geplante Projekt ist einfach viel zu
groß, versiegelt eine enorme Fläche und gefährdet nicht nur die Tier-
und Pflanzenwelt, sondern auch den Welterbe- und den
Nationalparkstatus der Region”, so Schuster.

Bildmaterial finden Sie ab ca. 10:00 Uhr unter folgendem Link:
https://bit.ly/2021-08-NeusiedlerSee
Fotomaterial steht unter Angabe der Credits für die redaktionelle
Nutzung kostenlos zur Verfügung: © Mitja Kobal / Greenpeace

Ein Factsheet mit detaillierten Informationen finden Sie hier:
https://bit.ly/2UwlH11

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