• 05.08.2021, 14:27:00
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  • OTS0106

VÖS: Schockiert über Selbstjustiz des VGT

Vermehrt Einbrüche auf Schweinebetrieben - Verband prüft rechtliche Schritte

Utl.: Vermehrt Einbrüche auf Schweinebetrieben - Verband prüft
rechtliche Schritte =

Wien (OTS) - In den vergangenen Wochen fanden im Zusammenhang mit
Kampagnen des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) vermehrt
Stalleinbrüche, Besetzungen und Demonstrationen vor Schweine
haltenden Betrieben statt. Heute Früh wurde auf einem
burgenländischen Betrieb eingebrochen und es wurden zwei Schweine
entwendet. Der Verband Österreichischer Schweinebauern (VÖS) lehnt
diese Form der Selbstjustiz entschieden ab und wird sämtliche
rechtliche Vorgehensweisen gegen die Verantwortlichen prüfen. "Das
Entwenden von Tieren aus Ställen hat mit Aktivismus nichts mehr zu
tun, sondern ist ein Eingriff in die Rechte der Bäuerinnen und
Bauern. Außerdem ist entschieden darauf hinzuweisen, dass die Foto-
und Videoaussendungen des VGT in den meisten Fällen weder die
Realität der betroffenen Betriebe noch der gesamten österreichischen
Schweinehaltung abbilden", stellt der Verband fest.

Stalleinbrüche sind Gesundheitsrisiko und Psychoterror für die
Betroffenen

Die Stalleinbrüche im Zusammenhang mit dem VGT stellen ein
beträchtliches Risiko für die Biosicherheit und Gesundheit der Tiere
auf den betroffenen Betrieben dar. Deshalb darf laut
Schweinegesundheitsverordnung ein Stall ausschließlich in Abstimmung
mit dem Tierhalter betreten werden. "Insbesondere im Hinblick auf die
Afrikanische Schweinepest ist jegliches unabgestimmte Betreten höchst
fahrlässig. Darüber hinaus kann man diese Vorgehensweise des VGT nur
als Psychoterror gegen die Betriebsleiterinnen und -leiter sowie
deren Familien bezeichnen. Die Identität der betroffenen
Landwirtinnen und Landwirte ist aufgrund der VGT-Aussendungen meist
leicht herauszufinden. Diese Form der öffentlichen Anprangerung von
Privatpersonen ist keine legitime Form der Kritik, und es ist
schockierend, dass hier menschliches Leid scheinbar achtlos in Kauf
genommen wird. Wir leben in einem Rechtsstaat, in dem sich
Aktivistinnen und Aktivisten nicht über rechtsstaatliche Normen
hinwegsetzen können", betont der VÖS.

Bekenntnis zu mehr Tierwohl - Methoden des VGT inakzeptabel

Der VÖS nimmt die Forderungen der Konsumentinnen und Konsumenten
nach höheren Tierwohlstandards sehr ernst. Es gibt ein klares
Bekenntnis zu mehr Tierwohl und eine Vielzahl an Initiativen, um so
viele Betriebe wie möglich auf höhere Tierhaltungsstandards
umzustellen. Es werden auch regelmäßig Gespräche und sachliche
Auseinandersetzungen mit NGOs und Tierschutzorganisationen geführt.
"Dieser kritische Dialog ist wichtig, um in Tierwohl-Angelegenheiten
weiterzukommen. Mit einer Organisation, die mit skrupellosen Methoden
wie Angstmache, Einbrüchen und öffentlicher Anprangerung arbeitet,
fehlt jedoch jegliche Gesprächsbasis. In einem Rechtsstaat darf eine
solche Vorgehensweise nicht akzeptiert werden. In Zusammenarbeit mit
den betroffenen Bäuerinnen und Bauern prüft der VÖS nun rechtliche
Schritte, um derartige Vorgehensweisen künftig hintanzuhalten", teilt
der Verband mit. (Schluss)

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