- 02.07.2021, 10:11:28
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Greenpeace fordert sofortigen Projekt-Stopp der umweltschädlichen Lobau-Autobahn
Mega-Projekt bedroht geschützte Naturräume und Wiener Wasserreserven – Durch Ausbau würden Verkehrsemissionen in Wien um 100.000 Tonnen jährlich steigen
Utl.: Mega-Projekt bedroht geschützte Naturräume und Wiener
Wasserreserven – Durch Ausbau würden Verkehrsemissionen in
Wien um 100.000 Tonnen jährlich steigen =
Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Großdemonstration gegen den Bau
der Lobauautobahn, fordert Greenpeace von Wiens Bürgermeister Michael
Ludwig den sofortigen Projekt-Stopp des fossilen Mega-Projekts.
Unabhängig vom Ergebnis der geplanten Evaluierung der Lobau-Autobahn
durch das Klima- und Verkehrsministerium, muss Ludwig die Notbremse
ziehen und das umweltschädliche Bauvorhaben aufgeben. Nicht nur würde
der Ausbau der S1 die klimaschädlichen Emissionen in Wien um 100.000
Tonnen jährlich erhöhen, auch der Lebensraum von bereits gefährdete
Arten sowie die Trinkwasserqualität der Stadt Wien wären bedroht.
“Die Lobauautobahn ist ein stadtplanerisches Fossil der 1970er Jahre.
Dieses umweltschädliche Mega-Projekt würde die Klima- und Artenkrise,
in der wir uns befinden, mit massivem Tempo vorantreiben”, sagt Klara
Maria Schenk, Klima- und Verkehrssprecherin bei Greenpeace in
Österreich. “Auch die versprochene Verkehrsentlastung für die
Menschen in Wien wurde bereits als leeres Versprechen enthüllt. Es
ist höchste Zeit für Bürgermeister Michael Ludwig hier die Reißleine
zu ziehen. In einer ‘Klimamusterstadt’ gibt es keinen Platz für
völlig überholte Autobahnen, die durch Naturschutzgebiete getrieben
werden”, sagt Schenk.
Nicht nur würden die klimaschädlichen Verkehrsemissionen, die bereits
jetzt mit rund 42 Prozent der größte Treiber der Klimakrise in der
Hauptstadt sind, steigen. Auch der einzigartige und geschützte
Lebensraum der Lobau und die Trinkwasserqualität der Stadt wären
durch das Mega-Projekt gefährdet: Der sensible Grundwasserspiegel
unter dem Augebiet, der auch zur Wasserversorgung der Millionenstadt
beiträgt, soll mit einem Tunnel gigantischen Ausmaßes in der Höhe
eines fünf bis sechs stöckigen Hauses durchstoßen werden. Undichte
Tunnelabschnitte könnten im schlimmsten Fall zu einer Kontamination
der Grundwassers mit Öl aus naheliegenden Altlasten führen und den
Lebensraum von einzigartigen und teils streng geschützten Arten wie
dem Seeadler, der europäischen Sumpfschildkröte oder dem Feldhamster
bedrohen. “Nur mehr ein Prozent unserer Flüsse werden von natürlichen
Auen wie den Donauauen begleitet. Sie sind zurecht streng geschützt.
Bürgermeister Michael Ludwig muss sich jetzt entscheiden: Soll Wien
weiterhin die einzige Metropole der Welt sein, die mit einem
Nationalpark im Stadtgebiet hervorsticht. Oder muss dieses Naturjuwel
auf Kosten einer weiteren Autobahn und damit auch des Klimaschutzes
weichen. Einen Mittelweg wird es nicht geben,” warnt Schenk.
Bildmaterial ab 18.30 Uhr: https://bit.ly/3dtzw6q
Fotomaterial steht unter Angabe der Credits für die redaktionelle
Nutzung kostenlos zur Verfügung: © Astrid Schwab/ Greenpeace
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