- 23.06.2021, 14:00:21
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NaBe-Plan ist wichtiger Schritt zur Herkunftskennzeichnung
NTÖ: Nur verpflichtende Einhaltung der Kriterien und Kontrolle bringen gewünschte Erfolge
Utl.: NTÖ: Nur verpflichtende Einhaltung der Kriterien und Kontrolle
bringen gewünschte Erfolge =
Wien (OTS) - Der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) als
Vertreter der Veredelungswirtschaft mit den Sparten der Rinder,
Schweine, Schafe, Ziegen, Geflügel und Pferde begrüßt den
Ministerratsbeschluss zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans zur
nachhaltigen öffentlichen Beschaffung (NaBe). Im Rahmen des
Revisionsprozesses hatte auch der NTÖ als Sprachrohr der über 56.000
Rinder-, 21.000 Schweine-, 3.000 Geflügel-, 15.000 Schaf-, 9.700
Ziegen- und 25.000 Pferdehalterinnen und -haltern in Österreich die
Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben und Vorschläge für die
Entwicklung und Definition der Beschaffungskriterien einzubringen.
"Das Klimaschutzministerium hat unsere konstruktiven
Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der Spezifikationen für die
Beschaffung von Lebensmitteln und Verpflegungsdienstleistungen
aufgenommen", freut sich NTÖ-Obmann Josef Fradler. "Dies umfasst den
Einkauf von Eiern, Milch und Milchprodukten sowie Fleisch von Rind,
Kalb und Schwein - als Frischware und in Verarbeitungserzeugnissen.
Die heimische tierhaltende Landwirtschaft garantiert Produktqualität
und Tierwohl, die sich in den hohen Anforderungen des NaBe-Plans
widerspiegeln. Produziert wird im Sinne einer nachhaltigen
Kreislaufwirtschaft unter Einhaltung höchster Produktions-, Umwelt-
und Tierwohlstandards. Ein strenges Tierschutzgesetz, eine enge
Partnerschaft mit der Tierärzteschaft und regelmäßige Kontrollen
untermauern dies."
Die Vertreter der Veredelungswirtschaft weisen in diesem
Zusammenhang auf eine notwendige verpflichtende Einhaltung der
definierten Kriterien im NaBe-Plan und der entsprechenden Kontrollen
hin. "Die tatsächliche Nachweiserbringung ist ein wesentlicher
Faktor, ohne welchen ein Einkaufsstandard, wie es der Aktionsplan
vorsieht, kaum den erwünschten Erfolg bringen kann. Ein wesentliches
Kriterium ist auch die 'Verfügbarkeit' von Produkten, wie
Frischfleisch oder Fleisch in Verarbeitungswaren, Frischei und
Eiprodukten, Milch und Milcherzeugnissen", weist Fradler auf das
eventuelle "Schlupfloch Verfügbarkeit" hin. Dazu braucht es eine
genaue Definition, warum eine Ware tatsächlich nicht verfügbar ist.
Nur eine verpflichtende Einhaltung der Kriterien garantiert eine
funktionierende Umsetzung des NaBe-Plans. Die heimischen
kleinstrukturierten bäuerlichen Familienbetriebe erzeugen tagtäglich
qualitativ hochwertige Lebensmittel für die Gesellschaft unter
Einhaltung höchster Tierwohl-, Umwelt- und Produktionsstandards. Die
AMA-Gütesiegel und die Qualitätsprogramme für Milch, Fleisch und Eier
garantieren lückenlos nachvollziehbare Lebensmittel. Die heimische
Ware von unseren Rinder-, Schweine-, Schaf-, Ziegen- und
Geflügelbauern ist jederzeit für die Gemeinschaftsverpflegung abruf-
und lieferbar.
Der NTÖ sieht den NaBe-Plan für die Beschaffung nachhaltiger
Produkte und Leistungen bei öffentlichen Einrichtungen des Bundes als
wichtigen Schritt in die richtige Richtung, auch im Sinne der
Umsetzung des Regierungsprogrammes. Eine verpflichtende Information
über die Herkunft von Fleisch, Eiern und Milch nahe des
Verabreichungsplatzes ist im Aktionsplan vorgesehen. Der nächste
Schritt zu mehr Transparenz in der Lebensmittelkennzeichnung ist eine
verpflichtende Herkunftskennzeichnung im gesamten Außer-Haus-Verzehr
und in der Gastronomie. Dann haben die Konsumentinnen und Konsumenten
bei den tierisch verarbeiteten Lebensmitteln die Wahlfreiheit in Form
von verpflichtenden Angaben zu Qualität und Herkunft. Lebensmittel,
zwar billig, aber über lange Transportwege aus fernen Kontinenten
importiert und unter niedrigsten Standards und Arbeitsbedingungen
produziert stehen wertvollen regionalen Nahrungsmitteln wie Eiern,
Milch, Fleisch und deren Produkten klar und erkennbar gegenüber.
Über den NTÖ
Die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Rinderzüchter (ZAR), der Verband Österreichischer Schweinebauern
(VÖS), der Österreichische Bundesverband für Schafe und Ziegen
(ÖBSZ), die Zentrale Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Geflügelwirtschaft (ZAG) sowie die Arbeitsgemeinschaft Rind (ARGE
Rind) und die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer
Pferdezüchter (ZAP) haben 2016 den gemeinsamen Dachverein
"Nachhaltige Tierhaltung Österreich" (www.nutztier.at) gegründet.
Damit sollen gemeinsam die Interessen der Tierhalter/-innen aller
Sparten vertreten und agrarpolitische Themen koordiniert behandelt
werden. (Schluss)
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