• 31.05.2021, 14:42:44
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Zum Weltbauerntag: Wertschätzung für unsere Nutztierbranche

Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich: Nein zu Mercosur

Utl.: Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich: Nein zu Mercosur =

Wien (OTS) - Nicht nur am 1. Juni, dem Weltbauerntag und dem
Weltmilchtag, sollten die heimischen Bäuerinnen und Bauern und ihre
erzeugten Produkte im Mittelpunkt stehen. Die tierhaltende
Landwirtschaft, die über 48% der gesamten österreichischen
landwirtschaftlichen Produktion abdeckt, leistet einen wichtigen
Beitrag zur Versorgungssicherheit der Österreicherinnen und
Österreicher mit wertvollen Lebensmitteln und sorgt für eine gesunde
Ernährung der heimischen Bevölkerung. Milch enthält Eiweiß, Vitamine
und Mineralstoffe und ist überaus wichtig für den menschlichen
Organismus. Darüber hinaus stammen österreichische Eier und Milch aus
100% gentechnikfreier Fütterung, der Qualitätssicherung von Fleisch,
Eiern und sämtlichen tierischen Produkten wird größtes Augenmerk
verliehen. Tierwohl und Tiergesundheit stehen an oberster Stelle.

Der Verein Nachhaltige Tierhaltung Österreich (NTÖ) mit den
Dachverbänden der Rinder (ZAR, Arge Rind), Schweine (VÖS), Schafe,
Ziegen (ÖBSZ), Geflügel (ZAG) und Pferde (ZAP) sieht den von
Bundesministerin Elisabeth Köstinger initiierten Tierwohlpakt als
wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der heimischen
Nutztierbranche. Aber auch eine verpflichtende
Herkunftskennzeichnung, ein Nein zum Mercosur-Abkommen und eine faire
Abgeltung für tierische Lebensmittel sowie Wertschätzung unserer
heimischen Landwirtschaft stellen wesentliche Voraussetzungen für den
Erhalt und die Stärkung der österreichischen tierischen Produktion
dar.

KeyQUEST-Studie bestätigt positives Bild der heimischen
Bäuerinnen und Bauern

Die in Auftrag von der ARGE Bäuerinnen und des Vereins Nachhaltige
Tierhaltung Österreich gegebene Studie fragte das Bild der heimischen
Landwirtschaft in der Bevölkerung und ihren Stellenwert in der
Gesellschaft ab. "Die Studie stellt unseren heimischen Bäuerinnen und
Bauern nicht nur ein hervorragendes Zeugnis aus, sondern bestätigt
den Anspruch der Konsumentinnen und Konsumenten nach dem Wunsch nach
mehr Tierwohl, artgerechter Tierhaltung und besserer
Produktqualität", betont Josef Fradler, Obmann des Vereins
Nachhaltige Tierhaltung Österreich. "Diese Ansprüche, die höhere
Produktionskosten mit sich bringen, müssen jedoch entsprechend fair
für unsere Bäuerinnen und Bauern abgegolten werden. Der
wirtschaftliche Druck auf unsere heimische tierhaltende
Landwirtschaft ist schon jetzt enorm. Der Abschluss des
Mercosur-Abkommens würde die Gegebenheiten noch massiv erhöhen",
skizziert Fradler das drohende Szenario. Den kleinstrukturierten
österreichischen Familienbetrieben mit geringem Bestand an Tieren und
Fläche würden riesige Agrarproduzenten gegenüberstehen. Die größte
Diskrepanz besteht zwischen Standards und Auflagen.

"Die Existenz unserer bäuerlichen tierhaltenden Landwirtschaft
steht auf dem Spiel. Die Partnerschaft zwischen Bauern, Verarbeitern,
Handel und Konsumenten ist mehr denn je gefragt. Es wird immer
schwieriger für die Bäuerinnen und Bauern von den abgegoltenen
Preisen leben zu können, gestiegene Futtermittelpreise - diese
befinden sich derzeit auf einem historischen Hoch - und
Rabattschlachten verschlechtern dazu die bäuerlichen Gegebenheiten.
Eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in Gastronomie und
Gemeinschaftsverpflegung würde mehr Transparenz bringen und die
Nutztierhaltung wesentlich unterstützen", sieht Fradler eine
Win-win-Situation sowohl für die Bedürfnisse der Konsumentinnen und
Konsumenten als auch für den Erhalt der heimischen Nutztierbranche.
(Schluss)

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