- 28.04.2021, 12:01:48
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FCG/GPA und die FCG Jugend fordern: Die Ausbeutung der „Generation Praktikum“ muss endlich beendet werden
Angehende Diplompfleger*innen müssen 2000 Stunden gratis arbeiten
Utl.: Angehende Diplompfleger*innen müssen 2000 Stunden gratis
arbeiten =
Wien (OTS/FCG) - Die Ausbildung für Diplomierte Gesundheits- und
Krankenpfleger*innen wurde im Jahr 2016 auf akademisches Niveau
gehoben. Nunmehr wird Pflege auf höchstem Niveau an Fachhochschulen
gelehrt. Die Kehrseite dazu ist, dass junge Studentinnen und
Studenten 2000 Arbeitsstunden leisten müssen. Das ist eine
Vollzeit-Jahresarbeitszeit ohne Urlaub. Und das ohne Bezahlung. Für
die FCG in der Gewerkschaft GPA mit ihrer Doppelspitze, Wolfgang
Pischinger und Franz Gosch, ist das ein unhaltbarer Zustand! Ebenso
fordert die FCG Jugend mit ihrer Vorsitzenden Desislava Fatahi, dass
diese Ausbeutung der Jugend umgehend abzustellen ist.
Die Tatsache, dass Student*innen im Gesundheits-, Pflege- und
Sozialbereich unentgeltlich arbeiten müssen, lässt dieser Tage die
Gemüter hochgehen. „Junge Menschen, die im Zuge des Pandemiejahres
noch als Held*innen des Alltags gefeiert und beklatscht wurden, sehen
sich im Gesundheitswesen extremer Ausbeutung ausgesetzt“, kritisiert
Wolfgang Pischinger, Bundesvorsitzender der FCG/GPA. Sie sind es, die
im Rahmen ihrer Ausbildung wichtige Arbeit leisten und das ohne je
einen Cent dafür zu sehen. „Die traurige Wahrheit ist, dass unser
Gesundheitssystem ohne das Engagement dieser jungen Menschen sehr
bald nicht mehr funktionieren wird“, ist sich Franz Gosch,
Bundesgeschäftsführer der Fraktion Christlicher Gewerkschafter*innen
(FCG/GPA) sicher. Deshalb alarmieren die Christgewerkschafter*innen
die Verantwortlichen und werden auch einen entsprechenden Antrag bei
der Arbeiterkammer-Vollversammlung einbringen.
Eine Entlohnung, von der man neben dem Studium auch leben kann, ist
ein Zeichen für einen menschenwürdigen Ausbildungsplatz
Desislava Fatahi, Vorsitzende der FCG Jugend stößt ins selbe Horn.
„Der Pflegebereich ist allein aus demografischen Gründen eine Branche
der Zukunft. Hier brauchen wir die besten und motiviertesten Menschen
im System“, so die Jugendgewerkschafterin. Sie bekräftigt, dass der
Pflegeberuf attraktiver gemacht werden müsse, um dieses Ziel zu
erreichen. Und das beginne bereits bei der Ausbildung. Laut der
„Pflegepersonal-Bedarfsprognose für Österreich“ im Auftrag des
Sozialministeriums werden bis 2030 zusätzlich 75.000 Pflegekräfte in
Österreich benötigt. Daher sei alles zu unternehmen, um dem
Fachkräftemangel entgegen zu wirken. „Die jungen Studentinnen und
Studenten arbeiten genauso wie alle Beschäftigten auch in der Nacht
und am Wochenende. Eine adäquate Bezahlung ist hier das mindeste
Zeichen von Fairness“, so auch der Generalsekretär der FCG Jugend,
Alexander Jansa. In einer gemeinsamen Aktion verschiedener
Fachbereiche fordern die Christgewerkschafter*innen, eine
Existenzsichernde Bezahlung der Arbeit für Student*innen im
Gesundheits- und Pflegebereich.
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