• 26.04.2021, 11:19:08
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Greenpeace: Rückzug von OMV Chef Rainer Seele ist überfälliger Schritt - OMV muss unter neuer Führung raus aus Öl und Gas

Greenpeace fordert Anpassung der OMV-Strategie an Pariser Klimaziele - Überwachungsvorwürfe müssen lückenlos aufgedeckt, Klage gegen Magazin Dossier sofort zurückgezogen werden

Utl.: Greenpeace fordert Anpassung der OMV-Strategie an Pariser
Klimaziele - Überwachungsvorwürfe müssen lückenlos aufgedeckt,
Klage gegen Magazin Dossier sofort zurückgezogen werden =

Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt, dass
OMV CEO Rainer Seele seine Vertragsverlängerungsoption nicht annehmen
und damit sein Rolle als Konzernchef mit 30. Juni 2022 zurücklegen
wird. Der Rückzug von Rainer Seele als OMV Chef folgt einer Lawine an
Skandalen, die unter seiner Führung den teilstaatlichen Konzern
erschüttert haben. Erst kürzlich deckten Greenpeace CEE und Fridays
For Future Austria auf, dass die OMV in Verdacht steht,
Klimaschützer*innen zu überwachen. Kurz darauf sorgte die
Einschüchterungsklage des Ölkonzerns gegen das Investigativmedium
“Dossier” für scharfe Kritik von Politik, Zivilgesellschaft und
nationalen sowie internationalen Medien. Der Abgang von Rainer Seele
an der OMV-Spitze sei eine notwendige Weichenstellung in eine
nachhaltige und transparente Zukunft für den Konzern, so Greenpeace.
Die Umweltschutzorganisation fordert von der kommenden Führungsspitze
eine grüne Strategieänderung vom Ölkonzern zum nachhaltigen
Energieversorger, damit die OMV endlich einen echten Beitrag zum Ende
der Klimakrise leistet. Die Vorwürfe der Überwachung von
Klimaschützerinnen und Klimaschützern müssen lückenlos aufgeklärt und
die Klage gegen das Investigativmedium “Dossier” sofort
fallengelassen werden.

“Der Rückzug von Öl-Mann Rainer Seele, der jetzt als “Lame Duck” der
OMV agiert, ist ein längst überfälliger Schritt. Ein Manager, der die
Klimakrise ignoriert und stattdessen Klimaschützerinnen und
Klimaschützer ausspionieren lässt oder unabhängige Medien mit Klagen
einschüchtern möchte, hat an der Spitze eines österreichischen
Unternehmens nichts verloren. Nach wie vor gilt: Die Vorwürfe der
Überwachung von Klimaschützerinnen und Klimaschützern müssen
lückenlos aufgeklärt werden und die Klage gegen das Magazin Dossier
muss sofort zurückgezogen werden,” stellt Greenpeace Geschäftsführer
Alexander Egit klar. “Die Skandale, die die OMV seit Wochen
begleiten, stellen nur die Spitze des Eisbergs der
rückwärtsgerichteten Unternehmenspolitik des Öl-Mannes Rainer Seele
dar. Eine neue Leitung muss den Konzern neu ausrichten und
Klimaschutz als integralen Bestandteil der Unternehmensstrategie
verstehen,” fordert Egit.

Bislang wird Klimaschutz in der OMV als Nebenthema im Rahmen von
Nachhaltigkeitsberichten thematisiert, ohne echte Veränderungen in
der Strategie der OMV selbst auszulösen. Das betrifft die Menge an
Öl- und Gasförderung genauso wie eine Umlenkung der
Investitionsströme raus aus der Exploration und Produktion von Öl und
Gas und rein in zukunftsträchtige Sektoren wie etwa den Ausbau
erneuerbarer Energien. Internationale Beispiele wie etwa der Umbau
des dänischen ehemaligen Ölkonzerns Dong Energy zu Orsted zeigen vor,
dass es eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft nach dem Ölgeschäft
gibt. Auch die größten internationalen Player, wie etwa erst kürzlich
der britische Konzern BP - mit einer Verzehnfachung der Investitionen
in erneuerbare Energien auf jährlich 5 Milliarden Dollar bzw. ein
deutlicher Rückgang in der Öl und Gasförderung - leiten zunehmend
drastische Strategieänderungen weg vom klimaschädlichen Öl- und
Gasgeschäft in die Wege. “Die OMV steht vor einer gravierenden
Richtungsentscheidung. Der Auftrag an den kommenden OMV CEO und
Rainer Seele Nachfolgerin oder Nachfolger ist klar. Die OMV muss zu
einem zukunftsfähigen und transparenten Konzern umgebaut werden: Raus
aus Öl und Gas, hin zu erneuerbaren Energien. Nur so hat der Konzern
im sich rasant verändernden Energie-Marktumfeld eine nachhaltige
Zukunft. Der Aufsichtsrat der OMV ist es den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern des Konzerns schuldig, rechtzeitig in einen klimafitten
Umbau des Konzerns zu investieren,” fordert Greenpeace Chef Alexander
Egit.

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