- 13.04.2021, 11:20:32
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Greenpeace begrüßt Comeback der Mehrweg-PET-Flasche in Österreich
Vöslauer setzt 2022 mit Mehrweg-PET neue Initiative zur Verpackungsreduktion - Greenpeace fordert ein flächendeckendes Mehrwegangebot im Handel
Utl.: Vöslauer setzt 2022 mit Mehrweg-PET neue Initiative zur
Verpackungsreduktion - Greenpeace fordert ein flächendeckendes
Mehrwegangebot im Handel =
Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die heute von Vöslauer präsentierten
Pläne zur Einführung der Mehrweg-PET-Flasche am österreichischen
Markt. Seit 2009 gibt es in Österreich aus PET ausschließlich
Einwegflaschen zu kaufen, die nach einmaliger Verwendung im Müll
landen. Mit der wiederbefüllbaren 1-Liter-PET-Mehrwegflasche ersetzt
Vöslauer künftig mindestens 12 Einwegflaschen und spart pro Getränk
umgerechnet rund 80 Prozent Verpackungsmaterial. Neben
begrüßenswerten Initiativen von Unternehmen wie Vöslauer braucht es
aber gesetzlich verpflichtende Maßnahmen gegen die Verpackungsflut,
so Greenpeace. Aktuell sind nur 20 Prozent der Getränke in
wiederverwendbaren Glas-Flaschen abgefüllt. Die Bundesregierung muss
im neuen Abfallwirtschaftsgesetz den Anteil von Mehrweg mit
verbindlichen Quoten im Handel in den nächsten Jahren auf mindestens
80 Prozent erhöhen, fordert die Umweltschutzorganisation.
„Nur mit wiederverwendbaren Mehrweg-Verpackungen schrumpfen wir die
Verpackungsberge nachhaltig. Durch ihr leichtes Gewicht ist die
Mehrwegflasche aus PET eine sinnvolle und umweltfreundliche Ergänzung
zu Glas-Mehrweg. Alle Supermärkte müssen mitziehen und die neuen
wiederbefüllbaren Flaschen auch in ihre Regale stellen”, fordert Lisa
Panhuber, Konsumexpertin von Greenpeace in Österreich. Vöslauer wird
die derzeitige 1-Liter PET-Einwegflasche mit Pfand im kommenden
Frühjahr komplett durch eine 1-Liter Mehrweg-PET-Flasche ersetzen.
Schon jetzt bringen KonsumentInnen 97 Prozent der
Vöslauer-Pfandflaschen nach dem Gebrauch wieder zurück. In Zukunft
kann sichergestellt werden, dass eine Flasche sogar mehrere Jahre im
Kreislauf bleibt und damit auch nicht in der Natur landet. Das
Waschen und Wiederbefüllen erzeugt entlang des Lebenszyklus einer
Flasche zudem deutlich weniger Emissionen als die Neuproduktion von
Einwegflaschen. Für Greenpeace ist das Ziel, dass ein
österreichweites Netz von Getränkeherstellern eine einheitliche
Mehrwegflasche verwendet - ähnlich wie es bereits bei der genormten
Bierflasche der Fall ist. So können Transportwege minimiert und die
Umlaufzahlen der Flaschen noch deutlich erhöht werden.
Pro Jahr landen in Österreich 1,6 Milliarden Einwegplastikflaschen im
Müll. Nur 28 Prozent davon werden wieder zu Flaschen recycelt.
Mehrweg-Flaschen werden hingegen wiederverwendet und sorgen für einen
Rückgang von Plastikabfall und klimaschädlichen Treibhausgasen.
“Mehrweg-Initiativen von Unternehmen wie von Vöslauer oder letztes
Jahr von Berglandmilch und Egger sind wichtige Schritte, um unseren
Konsum umweltfreundlicher zu gestalten. Doch für die notwendige
Trendwende bei den wachsenden Verpackungsbergen braucht es
gesetzliche Rahmenbedingungen und eine verpflichtende Mehrwegquote im
Handel. Es ist höchste Zeit, dass auch internationale Konzerne wie
Coca-Cola und die Diskont-Supermärkte in die Pflicht genommen werden
und ihre Produkte in Mehrwegverpackungen anbieten müssen”, so
Panhuber. Die Politik muss sich für eine umweltfreundliche
Gesetzgebung am Modell der Abfallhierarchie orientieren und demnach
die Vermeidung und Wiederverwendung von Verpackungen stark forcieren.
- Hintergrundinfos zu PET-Mehrweg: https://bit.ly/3g5osPc
- Greenpeace-Factsheet zu Mehrweg: https://bit.ly/3mBLFtD
- Bildmaterial zu Mehrweg finden Sie unter: https://bit.ly/3a6AWCj
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