- 26.03.2021, 10:37:57
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Ostern 2021: Bei Eiern auf die Herkunft achten
Corona-Pandemie zeigt Bedarf nach mehr Regionalität und Transparenz
Utl.: Corona-Pandemie zeigt Bedarf nach mehr Regionalität und
Transparenz =
Wien (OTS) - Während aufgrund der überwiegend geschlossenen
Gastronomie in Österreich seit Sommer 2020 viele Millionen Eier aus
Bodenhaltung zu viel am heimischen Markt sind, werden gleichzeitig
große Mengen an Eiern aus der in Österreich verbotenen Käfighaltung
in heimischen Lebensmitteln verarbeitet. "Nur eine gesetzlich
verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft und der Haltungsform gibt
den Bürgerinnen und Bürgern in Österreich die Möglichkeit, sich
bewusst für das bessere, regional produzierte Produkt entscheiden zu
können", betont der Obmann der ZAG - Zentrale Arbeitsgemeinschaft der
österreichischen Geflügelwirtschaft, Franz Karlhuber.
Die Einkaufsgewohnheiten der Menschen in Zeiten von Corona
verdeutlichen den Wunsch nach mehr Regionalität und Transparenz bei
verarbeiteten Produkten mit Ei-Anteil im Lebensmittelhandel.
Futterpreise verteuern sich aufgrund knapper Verfügbarkeiten und
bedingen notwendige Preisanpassungen. Auch die
Verpflegungseinrichtungen von Bund und Ländern müssen sich bei der
Beschaffung von Eiern und Eiprodukten an die in Österreich geltenden
strengen Tierschutzbestimmungen in der Primärproduktion halten. Die
ZAG begrüßt die Vorhaben im österreichischen Regierungsprogramm zur
Kennzeichnung der tierischen Primärzutaten in der
Gemeinschaftsverpflegung.
Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmitteln mit Ei-Anteil
notwendig
Während der österreichische Lebensmittelhandel beim Einkauf von
Frischeiern als verlässlicher Partner der heimischen Legehennenhalter
seit Jahren bewusst auf die Vermarktung von österreichischen
Frischeiern mit dem AMA-Gütesiegel setzt, zeigt ein aktueller
Marktcheck der Landwirtschaftskammer Steiermark, wie intransparent
die Kennzeichnung von verarbeiteten Lebensmitteln mit Ei-Anteil ist.
"Es kann nicht sein, dass wir EU-weit die strengsten
Haltungsbestimmungen im Bereich der tier- und umweltfreundlichen
Eierproduktion einhalten, aber in Nudeln und Kuchen finden sich
anscheinend weiterhin große Mengen Eiprodukte aus der in Österreich
verbotenen Käfighaltung", mahnt Karlhuber. "Alle Meinungsumfragen
bestätigen, dass die Käfighaltung von Legehennen in Österreich aus
ethischen Gründen eindeutig abgelehnt wird. Gleichzeitig steigen die
Futtermittelkosten aufgrund weltweit knapper Versorgung, was in allen
Haltungssegmenten zu Preisanpassungen führen wird", gibt der Obmann
zu bedenken.
Transparenz gefordert
Die Einzeleikennzeichnung ist seit vielen Jahren in der gesamten
EU Pflicht. Österreichische Bauern kennzeichnen die Eier schon direkt
im Vorraum des Stalles hinsichtlich Herkunft und Haltungsform. Die
österreichischen Eierpackstellen melden die gesamten Eier
tagesaktuell in die Österreichische Eierdatenbank. Kaufen die
heimischen Konsumenten Eier im Handel, so können sie über die Eingabe
der Kennzeichnung am Ei über www.eierdatenbank.at leicht
feststellten, in welchem Betrieb das Ei gelegt wurde und in welcher
Haltungsform die Hennen gehalten werden.
"Es gibt kaum ein anderes Lebensmittel, das ähnlich gut
gekennzeichnet und zurückzuverfolgen ist. Wir fordern diese
konsequente Kennzeichnung wie bei Frischeiern nun auch verpflichtend
für Eiprodukte ab dem Ei-Aufschlagwerk. Damit ergibt sich die Basis
für die Kennzeichnung bei verarbeiteten Lebensmitteln mit einem
wertbestimmenden Ei-Anteil, wie bei Nudeln, Kuchen oder Mayonnaisen",
konkretisiert der Obmann der EZG Frischei, Franz Kirchweger.
Kaufverhalten in Zeiten von Corona
Aktuelle Roll-AMA-Daten zeigen, dass die Konsumentinnen und
Konsumenten im Jahr 2020 noch bewusster als zuvor zu regional
produzierten Eiern aus Österreich gegriffen haben. Die Zahlen zeigen
auch, dass sich die Kunden in der Krise vermehrt für Eier aus den
tierfreundlichen Haltungsformen entscheiden. Eine aktuelle Umfrage
von REGAL gemeinsam mit marketagent zum Stellenwert der Regionalität
bei Lebensmitteln aus Sicht von Unternehmern sieht das Ei als
Spitzenreiter im Regionalitäts-Ranking mit anderen Lebensmitteln.
Eiprodukte in der Gemeinschaftsverpflegung kennzeichnen
Die ZAG begrüßt das im österreichischen Regierungsprogramm
festgelegte Vorhaben, die tierischen Primärzutaten in den
Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung ab 2021 hinsichtlich der
Herkunft verpflichtend kennzeichnen zu wollen. "Wir freuen uns, wenn
das Vorhaben auch von den Brüsseler Behörden bald als
EU-rechtskonform eingestuft wird und national umgesetzt werden kann.
Die Neuregelung respektiert den Wunsch der Bevölkerung nach
Transparenz und Qualität bei Lebensmitteln, die mit Eiern hergestellt
werden", so Karlhuber.
Ostern 2021
Das Osterfest markiert den Frühling und einen Neubeginn. Bunte
Ostereier gelten im Volksglauben als Glücksbringer und sind zudem
voll mit wichtigen Vitaminen und Nährstoffen. "Denken wir in dieser
Zeit an liebe Freunde und unsere Familien. Schenken wir ihnen zu
Ostern mit gutem Gewissen bunte Ostereier aus nachhaltiger,
österreichischer Geflügelhaltung, es gibt genügend zu kaufen",
unterstreicht Kirchweger. (Schluss)
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