- 16.02.2021, 13:18:06
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Greenpeace warnt vor MSC-Fisch zum Aschermittwoch
Heimischer Fisch im Vergleich zu Meeresfisch umweltfreundlicher - Umweltschutzorganisation fordert: Fischkonsum muss generell drastisch reduziert werden
Utl.: Heimischer Fisch im Vergleich zu Meeresfisch
umweltfreundlicher - Umweltschutzorganisation fordert:
Fischkonsum muss generell drastisch reduziert werden =
Wien (OTS) - Anlässlich des Aschermittwochs, an dem traditionell oft
Fisch auf dem Teller landet, warnt die Umweltschutzorganisation
Greenpeace vor Gütesiegeln wie MSC und ASC und empfiehlt den Konsum
von Fisch stark zu reduzieren. Denn über 90 Prozent der in Österreich
konsumierten Fische werden importiert, ein Großteil stammt aus den
Weltmeeren. Laut der Welternährungsorganisation der Vereinten
Nationen sind jedoch knapp 90 Prozent der kommerziell genutzten
Fischbestände bereits entweder bis an die Grenze genutzt oder
überfischt. Zertifizierungen wie das MSC-Siegel können entgegen ihrer
Marketing-Versprechungen keine Nachhaltigkeit garantieren.
„Fischkonsum muss radikal überdacht werden. Auch wenn heimischer
Fisch zumindest ökologischer als Meeresfisch ist, empfiehlt
Greenpeace, den Fischkonsum drastisch zu reduzieren. Die Meere sind
kein Selbstbedienungsladen, sondern ein empfindliches und für unseren
Planeten essenzielles Ökosystem”, erklärt Lisa Panhuber,
Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich. Zertifikate wie MSC und
ASC kurbeln das fatale Leerfischen der Meere weiter an, da sie
Nachhaltigkeit vorgaukeln, aber dennoch zerstörerische Fangmethoden
und Beifang nicht ausschließen können.
So zertifiziert MSC beispielsweise auch Fischerei-Konzerne, die
mithilfe von Grundschleppnetzen fischen. Grundschleppnetze pflügen
den Meeresboden um und zerstören wertvolle Ökosysteme wie
Tiefsee-Korallenwälder innerhalb von Sekunden. Auch eine hohe
Beifangquote ist kein Ausschlusskriterium beim MSC. In mehreren
Fällen wurde MSC-zertifizierten Fischereien nachgewiesen, für den Tod
tausender Delfine verantwortlich zu sein. Trotzdem vermarktet der MSC
seine Produkte mit dem Beisatz „zertifizierte nachhaltige Fischerei“.
„Greenpeace fordert ein starkes Hochseeschutzabkommen, das die
Grundlage für weitreichende Meeresschutzgebiete darstellen würde. Bis
2030 müssen 30 Prozent aller Weltmeere unter Schutz stehen. Wir
brauchen starke, konsequente Gesetze und keinen Öko-Schwindel in Form
von pseudo-nachhaltigen Zertifikaten”, so Panhuber.
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