- 15.02.2021, 07:00:01
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Greenpeace-Marktcheck zu Kaffee: Nur fünf Prozent empfehlenswert
Kaum bio und fairer Kaffee - dafür Unmengen an umweltschädlichen Kapseln & Co in den Regalen
Utl.: Kaum bio und fairer Kaffee - dafür Unmengen an
umweltschädlichen Kapseln & Co in den Regalen =
Wien (OTS) - Der Greenpeace-Marktcheck hat sich im Februar die
Kaffee-Produkte der Supermärkte unter die Lupe genommen.
Bis zu 270 verschiedene Artikel finden sich in den Regalen der
größeren Handelsketten. Doch das Angebot an fairem Bio-Kaffee ohne
aufwändiger Verpackung ist mit fünf Prozent verschwindend gering.
Umweltschädliche Kapseln, Pads und Tabs machen mittlerweile mehr als
die Hälfte aller Produkte aus. Platz 1 beim Greenpeace-Marktcheck
belegt Interspar dank einer kleinen aber feinen Auswahl an Bio-Kaffee
mit Fairtrade-Zertifizierung.
„Die Auswahl an Kaffee in den Supermärkten ist schier unüberschaubar.
Aber empfehlenswerte Bio-Produkte, die fair produziert sind und ohne
Kapseln, Pads und Tabs auskommen, muss man mit der Lupe suchen“, sagt
Lisa Panhuber, Konsumexpertin bei Greenpeace in Österreich. Rund 70
bis 270 Produkte sind in den Supermärkten erhältlich. Aber im Schnitt
sind nur fünf Prozent des Kaffees laut Greenpeace empfehlenswert: Das
ist Bio-Kaffee mit Fairtrade-Zertifizierung, der nicht einzeln
verpackt ist. Angeboten wird er meist unter der Eigenmarke der
Supermärkte oder von der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit
“EZA”.
Mehr als die Hälfte des Kaffees wird jedoch in umweltschädlichen
Kapseln, Tabs und Pads verpackt. Hier hat sich der Negativtrend in
den letzten Jahren sogar verschärft. Waren es nach einer Untersuchung
des Greenpeace-Marktchecks im Jahr 2018 noch 50 Prozent, so sind es
heute bereit 53 Prozent. Das lässt die Müllberge weiter wachsen.
Gerade Kapseln aus Aluminium sieht Greenpeace kritisch, denn die
Herstellung von Aluminium ist besonders umweltschädlich. Es braucht
viel Energie und Rohstoffe sowie unglaubliche Mengen an Natronlauge,
um Aluminium zu gewinnen. Zurück bleiben hochgiftige Abfallprodukte
und zerstörte Regenwälder wie etwa in Brasilien. Das steht in keinem
Verhältnis zur Verwendung als Wegwerf-Verpackung.
Der Heißhunger auf Kaffee nimmt jedoch weltweit zu: Die
Produktionsmengen müssten bis zum Jahr 2050 verdreifacht werden, um
die prognostizierte Nachfrage zu erfüllen. Hier ist die Wahl des
Kaffees entscheiden. Bio-Kaffee, der auch fair hergestellt wird,
trägt dazu bei Regenwaldzerstörung und menschenunwürdige
Arbeitsbedingungen möglichst zu vermeiden. „Kaffee ist ein wertvolles
Gut. Die zerstörerischen Produktionsbedingungen, die aktuell
dominieren, müssen gestoppt werden. Dafür braucht es strenge Gesetze
die Regenwaldrodung und Menschenrechtsverletzungen beenden. Wahren
Genuss bietet Bio-Kaffee mit sozialer, unabhängiger Zertifizierung
von Fairtrade“, so Panhuber.
● Alle Unterlagen zum Marktcheck “Kaffee” unter:
https://cutt.ly/Ekiz672
● Bildmaterial: https://cutt.ly/Mkixypi
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