- 08.02.2021, 12:04:34
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Jahresrückblick 2020: Haushaltsenergie um 5,6 % günstiger als 2019
Heizöl und Treibstoffe deutlich billiger // Preisplus bei elektrischer Energie
Der Preisindex für Haushaltsenergie (EPI) sank 2020 zum ersten Mal seit 2016 wieder. Im Vergleich zu 2019 lag der Haushaltspreis für Energie im Jahr 2020 im Schnitt um -5,6 % niedriger. Im selben Zeitraum nahm der Verbraucherpreisindex (VPI) um 1,4 % zu. Die Energiepreise wirkten also deutlich inflationsdämpfend. „Ohne den Rückgang der Energiepreise läge die Inflation bei etwa 2,0 %“, rechnet Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, vor und ergänzt: „Wie in nahezu allen Bereichen unseres Lebens hat die Corona-Krise auch auf den globalen Energiemärkten 2020 ihre Spuren hinterlassen. So kam es im Frühjahr bei Rohöl zu massiven Preiseinbrüchen, von denen sich die Märkte nur langsam erholt haben.“ Demgegenüber seien Energiepreise, die durch eine regionale Erzeugerstruktur geprägt sind, in der Krise relativ stabil geblieben. „Aus Sicht des Klimaschutzes sind niedrige Preise für Öl, Erdgas oder Kohle keine guten Nachrichten. Unter solchen Bedingungen ist es für erneuerbare Energien oft schwer, sich aus rein ökonomischen Gründen durchzusetzen“, so Traupmann. Daher wäre eine CO2-Bepreisung von fossiler Energie, erst recht im internationalen Gleichklang, eine sehr wirksame Maßnahme. „Ökonominnen und Ökonomen sind sich aber jedenfalls einig: Es braucht zusätzliche Anreizsysteme, um den Umbau unserer Energieversorgung rasch umzusetzen, klimafreundliches Verhalten zu fördern und uns und unsere Kinder so vor den gröbsten Auswirkungen der Klimakatastrophe zu schützen.“
Preisverfall bei Erdöl und Co.
Die Preise für Treibstoffe und Heizöl waren 2020 durch den Preisverfall auf den Rohölmärkten geprägt. Schon Anfang des Jahres war der Preis unter Druck geraten. Mit den weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie im März und April sackten die Nachfrage und damit die Preise auf den Großhandelsmärkten innerhalb weniger Wochen um 70 % ab. Im Laufe des Jahres konnten sich die Preise wieder leicht erholen. Im Dezember lagen sie aber trotzdem noch um rund Viertel unter dem Vorjahreswert.
Hier finden Sie ein kurzes Video (Link auf YouTube) mit unserer Expertin Karina Knaus zu den Entwicklungen des Energiepreisindex im Jahr 2020.
Die gesamte Presseaussendung mit allen Details und Grafiken finden Sie hier.
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