• 02.02.2021, 11:24:49
  • /
  • OTS0099

Haushaltsenergie im Dezember 2020 nach vier Monaten wieder teurer

Energiepreise legten im Monatsvergleich um 1,7 % zu - Preisniveau aber immer noch um 7 % niedriger als vor einem Jahr - Heizölpreise stiegen von November auf Dezember um 8 %

Wien (OTS) - 

Im Dezember legten die Preise für Haushaltsenergie erstmals seit vier Monaten wieder zu. Gegenüber November 2020 ergab sich ein Plus von 1,7 %. „Die allgemeine Teuerung lag bei 0,6 %, blieb also hinter der Steigerung des Energiepreisindex zurück. Damit wirkten die Energiepreise im Dezember inflationssteigernd“, analysiert Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, die aktuellen Entwicklungen und relativiert: „Im Großteil des Jahres 2020 befanden sich die Energiepreise auf einem relativ niedrigen Niveau. Wesentlicher Auslöser dafür war der Nachfragerückgang in Folge der Corona-Pandemie. Besonders gut war das auf den internationalen Erdölmärkten zu verfolgen. Und trotz des Anstiegs im Dezember 2020 lag der EPI aber noch immer unter dem Niveau vor Corona, die Haushaltsenergiepreise waren um 7 % günstiger als im Vorjahr.“ Mit der Hoffnung auf eine weltweit einsetzende Erholung der Wirtschaft steige Traupmann zu folge auch wieder die Nachfrage nach Energie, die Preise würden sich tendenziell Richtung Vorkrisen-Niveau bewegen. Hier zeige sich einmal mehr die Kopplung von Wirtschaftsentwicklung und Energie- bzw. Ölpreisen.

Hier finden Sie die Tabelle mit den aktuellen Entwicklungen der Energieträger.

Interaktion von Erdölpreisen und Wirtschaftsleistung
Neben Förderabsprachen des OPEC-Kartells beeinflusst insbesondere die von der Weltwirtschaft generierte bzw. erwartete Ölnachfrage die Erdölpreise, umgekehrt sind die Ölpreise eine wichtige Stellgröße und zugleich ein gewichtiger Unsicherheitsfaktor für die globale Wirtschaftsentwicklung. Dies zeigt sich etwa während des Booms vor und dem Einbruch während der Finanzkrise im Herbst 2008 (siehe Grafik). Auch der in der Grafik ersichtliche Absturz der Ölpreise im Jahr 2015 hatte ein so genanntes „Angebot-Nachfrage Ungleichgewicht“ als Ursache. Dieses war damals allerdings nicht nachfragebasiert, viel mehr gab es ein Überangebot. Denn 2015 hatten insbesondere die USA und Russland ihre Produktionen angehoben, auch war es die Zeit des Schiefergas / Fracking Booms in den USA. 

Hier finden Sie die Grafik: Entwicklung BIP und Rohölpreise der letzten 20 Jahre 

Die gesamte Presseinformation und weitere Informationen sowie die Preisentwicklung der unterschiedlichen Energieträger Mineralöl (Superbenzin, Diesel), leitungsgebundene Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) und feste Brennstoffe (Brennholz und Pellets) im Detail finden Sie im Pressebereich auf unserer Webseite.

Rückfragen & Kontakt

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Leiter Kommunikation
01 58615 24 110
[email protected]
www.energyagency.at
Twitter: https://twitter.com/at_AEA

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AEA

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel