• 29.01.2021, 10:02:50
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Greenpeace zu Waldfonds: Großteil der Förderungen muss Artenschutz in Österreich dienen

Umweltschutzorganisation fordert jetzt mehr Einsatz für globale Regenwälder von Ministerin Köstinger

Utl.: Umweltschutzorganisation fordert jetzt mehr Einsatz für
globale Regenwälder von Ministerin Köstinger =

Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die Artenschutzmaßnahmen des heute in
Kraft tretenden Waldfonds der österreichischen Bundesregierung. Das
Maßnahmenpaket in der Höhe von 350 Millionen Euro soll
WaldbesitzerInnen unterstützen, die aufgrund von Borkenkäferbefall
und den Folgen der COVID-19-Pandemie Einbußen hinnehmen mussten.
Ebenso sollen mit dem Waldfonds Investitionen in klimafitte und
artenreiche Wälder möglich sein. Ein Großteil dieser Förderungen
müsse nun auch in gefährdete Tier- und Pflanzenarten in Österreich
investiert werden, so Greenpeace. Zusätzlich fordert die
Umweltschutzorganisation von Landwirtschaftsministerin Elisabeth
Köstinger, sich auf EU-Ebene für den Schutz der globalen Regenwälder
einzusetzen.

„Österreich ist eine Waldnation und gehört zu den artenreichsten
Ländern Europas. Umso wichtiger ist es daher, dass
Artenschutzmaßnahmen in dem Waldfonds verankert sind. Jetzt muss ein
Großteil der Förderungen für den Erhalt der heimischen Tier- und
Pflanzenwelt verwendet werden. Denn auch in Österreich schreitet das
Artensterben ungehindert voran”, erklärt Lukas Meus, Waldexperte bei
Greenpeace in Österreich. Von Säugetieren über Vögel bis zu Insekten
- über 50.000 Tier- und Pflanzenarten leben in Österreich. Doch nicht
nur weltweit, sondern auch in Österreich nimmt die Artenvielfalt ab.
Fast jede dritte heimische Pflanzen- und Tierart ist bedroht. Zu den
im Waldfonds angekündigten Förderungen für den Artenschutz zählt
beispielsweise die Verbesserung und Wiederherstellung von Flächen,
die wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen darstellen.

Ebenso fordert Greenpeace von Landwirtschaftsministerin Köstinger,
sich auf EU-Ebene für globalen Waldschutz zu engagieren. Weltweit
sind Wälder die Heimat von rund 80 Prozent der auf Land vorkommenden
Tier- und Pflanzenarten. Doch die voranschreitende globale
Waldzerstörung bringt Tier- und Pflanzenarten an den Rand des
Kollaps. Die EU-Kommission will nun Verantwortung übernehmen und noch
dieses Jahr ein neues Waldschutzgesetz vorschlagen. „Alle Länder der
EU sind mitverantwortlich dafür, dass Regenwälder abgebrannt und
zerstört werden. Landwirtschaftsministerin Köstinger muss sich für
ein Waldschutzgesetz stark machen, mit dem keine Produkte und
Rohstoffe aus Waldzerstörung auf den EU-Markt kommen”, so Meus.

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