- 11.12.2020, 09:32:08
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Österreichischer Forstverein: Klimaschutz durch Holzverwendung
Ausstieg aus fossilen Rohstoffen dringend notwendig
Utl.: Ausstieg aus fossilen Rohstoffen dringend notwendig =
Wien (OTS) - "Der Auftrag des Klimagipfels in Paris ist auch zum
fünften Jahrestag immer noch derselbe: Der Ausstoß von fossilem CO2
muss so rasch wie möglich beendet werden. Nur mit dem Ausstieg aus
den fossilen Rohstoffen können wir die Klimakrise abschwächen und
immer größer werdende Milliardenschäden verhindern. Die Verwendung
von Holz in allen Lebensbereichen ist dabei ein ganz wichtiger Teil
der Lösung", erklärt Johannes Wohlmacher, Präsident des
Österreichischen Forstvereins.
Raus aus der fossilen Wirtschaft, hin zur nachhaltigen
Verwendung von Holz
"Der verschwenderische Umgang mit Erdöl, Erdgas und Kohle muss
schnellstmöglich beendet werden, um eine irreversible Störung der
Abläufe in der Natur zu verhindern. Das heißt auch, CO2-intensive
Materialien durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Dabei spielt
Holz zweifelsfrei eine zentrale Rolle. Denn in einem Kubikmeter Holz
ist eine Tonne CO2 gespeichert. So können durch den Holzbau bereits
jetzt bis zu 71% an CO2 im Vergleich zur mineralischen Bauweise
eingespart werden. Dieser Substitutionseffekt ist der größte Beitrag,
den der nachhaltig bewirtschaftete Wald zur Klimakrise leisten kann,
wie auch die Studie CareForParis belegt. Damit ist aber auch klar,
dass weitere großflächige Außernutzungstellungen von Waldflächen im
krassen Gegensatz zu den Zielen des Pariser Abkommens stehen würden",
gibt Wohlmacher zu bedenken.
Nachhaltige Waldbewirtschaftung sorgt für Holz und sichert
Lebensraum
"Die Klimaverschlechterung läuft für Bäume in einer derart raschen
Geschwindigkeit ab, dass unterstützende Maßnahmen durch die
Waldbesitzer notwendig sind, um die CO2-Aufnahmefähigkeit des Waldes
zu erhalten. Mit einer naturnahen Bewirtschaftung der Wälder werden
nämlich Stabilität und Wachstum verbessert und wird somit die
Aufnahme des schädlichen Treibhausgases aus der Atmosphäre erhöht.
Denn je mehr CO2 absorbiert werden kann, desto besser ist es für uns
Menschen und das Klima", unterstreicht der Präsident.
Enorme Kosten für die Gesellschaft
Bereits jetzt betragen die Schäden in Österreich infolge der
Klimakrise rund 1 Mrd. Euro im Jahr. Ab 2030 muss die Gesellschaft
dafür zwischen 2,1 und 4,2 Mrd. Euro aufbringen. Ab 2050 könnten die
Ausgaben sogar auf über 8 Mrd. Euro pro Jahr ansteigen, wenn nichts
dagegen unternommen wird. Bei diesen Kosten sind auch positive
Effekte durch die Erderwärmung sowie Anpassungsmaßnahmen
berücksichtigt, wie Berechnungen der Universität Graz ergeben.
(Schluss)
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