• 11.12.2020, 09:09:18
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Waldverband: Holzverwendung ist Lösung im Kampf gegen die Klimakrise

Rosenstatter: Fossile Sackgasse verlassen und nachwachsende Rohstoffe nutzen

Utl.: Rosenstatter: Fossile Sackgasse verlassen und nachwachsende
Rohstoffe nutzen =

Wien (OTS) - Am 12. Dezember jährt sich das Klimaschutzabkommen von
Paris zum fünften Mal. Wissenschaftlich unbestritten liegt die
Ursache für die katastrophale Klimaveränderung in der weiterhin
ungehemmten Verbrennung fossiler Energieträger wie Erdöl, Erdgas und
Kohle. Für den Wald und seine Eigentümer sind die Folgen der
Klimaverschlechterung bereits jetzt eine Katastrophe. Extreme
Temperaturen und anhaltende Dürrephasen begünstigen alle möglichen
Waldschädlinge, und es gibt nahezu kein Jahr mehr ohne Sturm- und
Schneebruchschäden. "Unser Auftrag ist, den Wald durch eine aktive
Bewirtschaftung rasch klimafit zu machen. Durch Abwarten oder
Nichtstun wird der Wald seine Funktionen nicht mehr ausreichend
erfüllen können", bringt Rudolf Rosenstatter, Obmann im Waldverband
Österreich, die Sorgen der Waldbesitzer auf den Punkt.

"Um die Ziele des Klimaabkommens von Paris zu erreichen, müssen
wir die fossile Sackgasse am besten noch heute verlassen und den Weg
hin zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft auf Basis
nachwachsender Rohstoffe beschreiten", appelliert Rosenstatter an
Politik und Konsumenten.

Wälder unter einen Glassturz zu stellen ist der absolut falsche
Ansatz

"Nur durch eine verstärkte Verwendung von Holz in all seinen
möglichen Facetten, angefangen beim Holzbau bis hin zur Produktion
von Holzdiesel und Holzgas können wir fossile Energieträger und
CO2-intensive Materialien wie Plastik, Stahl und Beton ersetzen und
klimaschädliches, fossiles CO2 einsparen. Wälder unter einen
Glassturz zu stellen beziehungsweise die Holznutzung zu verhindern
ist der absolut falsche Ansatz. Kohlenstoff nur im Wald zu speichern
und auf den wesentlich stärkeren Effekt der Kohlenstoffspeicherung in
Holzprodukten zu verzichten, führt uns mittelfristig nur in eine neue
Sackgasse", warnt der Obmann.

Eine aktuelle Studie des Umweltbundesamtes und anderer
wissenschaftlicher Institutionen belegt den Klimaschutzeffekt, der
durch eine verstärkte Holzverwendung und den Ersatz CO2-intenisver
Materialien erzielt wird. "Die größten Hebel für Klimaschutz und
Bioökonomie sind eine verstärkte Holzverwendung und eine aktive
Waldbewirtschaftung, um das Wachstum und die Vitalität unserer Wälder
zu erhöhen und den Holzzuwachs anzukurbeln. Damit steht uns mehr Holz
zur Verfügung, und dadurch erhöhen wir den Beitrag unserer Wälder im
Kampf gegen den Klimawandel. Diesen Hebel haben wir selbst in der
Hand", richtet Rosenstatter einen dringenden Appell an die Politik.
(Schluss)

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