• 30.11.2020, 09:35:15
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Schallenberg: „Es gibt keine Alternative zu Dialog und internationaler Zusammenarbeit"

Außenministerium zeichnet herausragende interkulturelle Projekte aus

Utl.: Außenministerium zeichnet herausragende interkulturelle
Projekte aus =

Wien (OTS) - Mit dem Intercultural Achievement Award zeichnet das
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
seit 2014 Projekte zivilgesellschaftlicher Organisationen aus, die
interkulturellen und interreligiösen Dialog vorantreiben. Vergeben
wird der Preis an herausragende Beiträge in den Kategorien
Nachhaltigkeit, Innovation, Medien, Aktualität und Integration mit
Schwerpunkt auf Kunst und Kultur, Jugend, Menschenrechte und Bildung.

Die aus fast 300 Einreichungen aus aller Welt ausgewählten
Siegerprojekte 2020 kommen aus Frankreich (JRS Jeune - Le pari de la
réciprocité), Kosovo (Understand my silence), Indonesien (The 1000
Abrahamic Circle Project) und Polen (IMI-Radio). In der
Sonderkategorie „Integration in Österreich“ werden die Projekte
„HEROES“ und „HELDINNEN“ aus der Steiermark ausgezeichnet.

„Ich gratuliere herzlich den diesjährigen Gewinnern, die mit
innovativen Ideen und Dialog zu einem besseren gegenseitigen
Verständnis und somit friedlichen Zusammenleben beitragen“, so
Außenminister Alexander Schallenberg. „In diesen herausfordernden
Zeiten bleibt es wichtiger denn je, unsere interkulturellen und
interreligiösen Dialoginitiativen zu erweitern. Es gibt keine
sinnvolle Alternative zum Dialog und zur internationalen
Zusammenarbeit, um unsere globalen und nationalen Herausforderungen
zu lösen. Österreich kann hier auf seine lange Dialogtradition stolz
sein!“

Aufgrund der COVID-19 Pandemie wird der Intercultural Achievement
Award 2020 zum ersten Mal virtuell und über die österreichischen
Botschaften vor Ort vergeben. Das Vertretungsnetz des
Außenministeriums spiele nicht nur eine Schlüsselrolle bei der
Entdeckung geeigneter Projekte vor Ort, sondern auch bei der lokalen
Würdigung der Sieger durch den jeweiligen Botschafter bzw. die
Botschafterin. „Damit setzt Österreich ein klares Zeichen für
Toleranz und Respekt,“ so Schallenberg.

In den nächsten Jahren soll der Intercultural Achievement Award
weiter ausgebaut und vor allem das Potential des internationalen
Netzwerks vertieft werden.

Das Bundesministerium für europäische und internationale
Angelegenheiten dankt anlässlich der Verleihung dem Zukunftsfonds der
Republik Österreich, der Austrian Development Agency und dem
Österreichischen Integrationsfonds für ihre wertvolle Partnerschaft
im Rahmen des Intercultural Achievement Award.

Die Sieger des Intercultural Achievement Award 2020 sind:

Kategorie Nachhaltigkeit:
JRS France/FRANKREICH mit dem Projekt „JRS Jeune - Le pari de la
réciprocité: Partage tes talents, ose la rencontre!“
JRS France arbeitet mit gemeinsam organisierten Sportprogrammen gegen
soziale und kulturelle Isolation von Asylsuchenden.

Kategorie Aktualität:
Education Code/KOSOVO mit dem Projekt "Understand my silence“
Das Projekt möchte jungen gehörlosen Menschen aus der multiethnischen
Gemeinschaft (Albaner*innen, Serb*innen, Gorani, Türk*innen und Roma)
in der Gemeinde Kamenica (Kosovo) den Zugang zu öffentlichen
Einrichtungen erleichtern.

Kategorie Innovation:
Foreign Policy Community/INDONESIEN mit dem Projekt „The 1000
Abrahamic Circle Project“
Durch dreiwöchige Aufenthalte in 3 Ländern von drei abrahamitischen
Repräsentanten sollen Vorurteile gegenüber den anderen Religionen
abgebaut, neue Freundschaften geschlossen und Respekt erworben
werden.

Kategorie Medien:
Foundation for the Multicultural Center/POLEN mit dem Projekt
“IMI-Radio”
Das Projekt bekämpft migrantenfeindliche Stereotypen durch
mehrsprachige und hauptsächlich von Immigrant*innen betriebene
Radiosendungen, womit Dialog und Aufklärung ermöglicht werden.

Sonderpreis für Integration in Österreich:
Caritas der Diözese Graz-Seckau mit VMG und JA.M Mädchenzentrum mit
den Projekten „HEROES“ und „HELDINNEN“
Die Projekte zielen darauf ab, Gewaltpräventionsstrategien
anzuwenden, patriarchale Strukturen aufzulösen und Diversität
voranzutreiben. Im Rahmen beider Projekte werden junge Erwachsene zu
Mentor*Innen geschult, um anschließend selbst Workshops in den zuvor
durch die Ausbildung erlangten Themenbereichen in Schulen oder
anderen Einrichtungen anzubieten. Zurzeit erreichen 25 HEROES mehr
als 1700 Jugendliche in der Steiermark. Bis zum Projektende werden 30
Mädchen und junge Frauen im Alter von 14-30 Jahren in Graz zu
HELDINNEN ausgebildet sein.

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