- 16.11.2020, 10:03:15
- /
- OTS0042
Zum nächsten Geldautomaten in durchschnittlich drei Minuten
OeNB-Studie zeigt guten Zugang zu Bargeld im ländlichen Raum
Utl.: OeNB-Studie zeigt guten Zugang zu Bargeld im ländlichen Raum =
Wien (OTS) - Eine neue Studie der Oesterreichischen Nationalbank
(OeNB) zeigt, dass Bargeld für die Österreicherinnen und Österreicher
insgesamt gut verfügbar ist. Es wurden mit hoher geografischer
Auflösung Wegstrecken zu dem am nächsten gelegenen
Geldausgabeautomaten berechnet. Die Ergebnisse zeigen, dass im
österreichischen Durchschnitt der nächstgelegene Geldautomat 1,2 km
entfernt ist und in maximal 3 Minuten (reine Fahrzeit) erreicht
werden kann. Immerhin 97 % der Bevölkerung haben eine Wegstrecke von
weniger als 5 km zurückzulegen und müssen maximal 10 Minuten
einplanen, um an einen Geldautomaten zu kommen.
Das Geldautomatennetz ist für die flächendeckende Versorgung der
Bevölkerung mit Bargeld von großer Bedeutung. Im europäischen
Vergleich gehört Österreich bei der Anzahl der Geldausgabeautomaten
pro Einwohner zu den bestgereihten Ländern – 2019 waren etwas über
9.000 Geldautomaten in Betrieb. Um ein detailliertes Bild über die
Versorgungssituation zu gewinnen, hat die OeNB nun die geografische
Verteilung der Geldausgabeautomaten genauer analysiert.
Hauptergebnisse
• Für den Durchschnitt der österreichischen Bevölkerung ist der
nächstgelegene Geldausgabeautomat in einer Wegstrecke von 1,2 km
erreichbar. Es werden durchschnittlich rund drei Minuten reine
Fahrzeit benötigt.
• In Großstädten beträgt die durchschnittliche Wegstrecke rund 0,5
km. In mittleren Gemeinden mit 10.000 bis 50.000 Einwohnern beträgt
sie 1,3 km. In Gemeinden unter 2.000 Einwohnern sind im Durchschnitt
rund 2 km zurückzulegen.
• Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher haben weniger
als 1 km Wegstrecke und 97 % der Bevölkerung haben weniger als 5 km.
• Auch in kleinen Gemeinden mit weniger als 2.000 Einwohnern haben
etwa 9 von 10 Einwohnern eine Wegstrecke von weniger als 5 km.
Die Ergebnisse zeigen, dass die österreichische Bevölkerung im
Durchschnitt gut mit Geldausgabeautomaten versorgt ist und daher
guten Zugang zu Bargeld hat.
Vergleichsweise häufiger sind diese Zellen in Kärnten,
Niederösterreich und der Steiermark zu finden. Dabei ist zu beachten,
dass viele Gebiete mit längeren Wegstrecken relativ dünn besiedelt
sind. Werden die Ergebnisse auf Gemeindeebene betrachtet, dann zeigt
sich, dass in einem geringen Anteil österreichischer Gemeinden auch
weitere Wegstrecken zurückzulegen sind. Zum Beispiel haben in 108
österreichischen Gemeinden mehr als 40 % der Gemeindebewohner eine
Wegstrecke von über 5 km. Diese Gemeinden haben im Durchschnitt 840
Einwohner.
Eine detailliertere Darstellung der Ergebnisse ist auf der
OeNB-Website zu finden. In einer interaktiven Landkarte wird für jede
der 2.096 österreichischen Gemeinden die durchschnittliche Wegstrecke
sowie der Anteil der Bevölkerung mit einer Wegstrecke von über 5 km
zusammengefasst.
Die vorliegende Studie der OeNB liefert Referenzwerte auf Basis derer
etwaige zukünftige Änderungen in der Versorgung mit
Bargeldbezugspunkten engmaschig beobachtet werden können. Die OeNB
beabsichtigt, diese Entwicklung in den nächsten Jahren in
regelmäßigen Abständen zu evaluieren.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ONB






