Gerstl: Ex-SPÖ-Kanzler Christian Kern ist voll in den Ibiza-Video-Skandal verwickelt

Christian Kern muss in den U-Ausschuss geladen werden. Was wusste die SPÖ noch?

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Ex-SPÖ-Kanzler Kern wettet mit FPÖ-Chef HC Strache vor laufender Kamera über das Ende seiner Zeit als Parteichef. SPÖ-Jungfunktionäre setzen im Wettbüro Geld auf das Ende der Koalition. Für Wolfgang Gerstl, ÖVP-Fraktionsführer im Ibiza-U-Ausschuss, sind die aktuellen Enthüllungen ein wichtiger Wendepunkt in der Aufklärung des Ibiza-Skandals.

Gerstl: „Kanzler Christian Kern und Parteigeschäftsführer Thomas Drozda waren schon 2018 voll informiert über das Ibiza-Video und dessen Inhalte. Sie waren offenbar auch gewillt, sechs Millionen Euro für das Video zu bezahlen und ließen einen SPÖ-Anwalt schon Detailgespräche führen. Was wusste die Führungsspitze der SPÖ wirklich über das Ibiza-Video und auch dessen Produktion? Wer ist der SPÖ-Anwalt, der verhandelte, und was plante Christian Kern im Hintergrund mit dem Video?“

Für Gerstl ist völlig klar: „Christian Kern muss schnellstmöglich in den U-Ausschuss geladen werden und genau befragt werden. Ich möchte auch wissen, ob Kern als aktiver Kanzler seiner Pflicht nachgekommen ist, die Existenz des Videos und dessen Inhalt bei der Staatsanwaltschaft anzuzeigen.“ Und weiter: „Ich gehe davon aus, dass die neuen Informationen für alle Fraktionen gleichermaßen aufklärungswürdig sind und wir deshalb auch einen Mehrparteien-Antrag auf Ladung von Christian Kern anregen.“

Bereits geladen sind eine Reihe von SPÖ-Jungfunktionären und ehemalige LIF-Führungspersonen, die miteinander seit Kindertagen eng befreundet sind und laut ihren bisher bekannten Aussagen sogar Geld sammeln wollten, um das Video anzukaufen.

„Die SPÖ ist von der Führungsspitze abwärts viel tiefer im Ibiza-Sumpf verstrickt, als wir bisher wussten. Wir müssen uns inzwischen auch fragen, ob gewisse Personen in der Partei nicht sogar schon in der Planungsphase der Videofalle involviert waren“, schließt Gerstl.

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