- 05.11.2020, 13:33:34
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Zadić: „Die Terrortat von Wien wird schonungslos aufgeklärt werden“
Justizministerin Alma Zadić setzt gemeinsam mit dem Innenminister Untersuchungskommission ein
Utl.: Justizministerin Alma Zadić setzt gemeinsam mit dem
Innenminister Untersuchungskommission ein =
Wien (OTS) - „Die österreichische Bevölkerung musste in diesem Jahr
Unbeschreibliches ertragen. Wir befinden uns in einer globalen
Pandemie. An Montag hat ein grauenvolles Attentat unser Leben
erschüttert. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren
Angehörigen. Ihnen möchte ich mein tiefstes Beileid aussprechen. Ja,
wir alle haben Angst. Ja, wir alle sind verunsichert. Grauenhafte
Bilder haben uns von den Ereignissen am Montag erreicht. Worte können
keine verlorenen Angehörigen wiederbringen. Sie können keine Wunden
heilen. Aber ich hoffe, sie können zumindest Trost und Hoffnung
spenden“, so Justizministerin Alma Zadić im heutigen Nationalrat.
Die Tat und den Weg dorthin konsequent durchleuchten
„Ich werde mich mit all meiner Kraft dafür einsetzen, dass so etwas
nie wieder passiert. Terror hat in Österreich keinen Platz. Die
Staatsanwaltschaft wird alles daransetzen, diese fürchterliche Tat
aufzuklären. Die Justiz wird diejenigen zur Rechenschaft ziehen, die
hinter diesem grausamen Attentat stehen“, so Zadić. „Dazu wird es
notwendig sein, die Tat und die Ereignisse vor der Tat genauestens zu
durchleuchten. Die Untersuchungskommission, die Innenminister
Nehammer und ich ins Leben rufen werden, wird einen wichtigen Beitrag
dazu leisten.“
Zadić: „Die Justiz kann nur handeln, wenn sie informiert ist.“
Die Justizministerin betonte, dass die Justiz nur handeln kann, wenn
sie über die notwendigen Informationen verfügt. Die
Informationsflüsse von den Sicherheitsbehörden zur Justiz müssen
umfassend sein. Aus diesem Grund unterstützt sie auch die geplante
Reform des Innenministers zu Neuaufstellung des BVT, damit der
Verfassungsschutz gezielt überwachen und die Staatsanwaltschaften
rasch und umfassend informieren kann.
Insgesamt sei es wichtig, nicht voreilig Schuldzuweisungen zu machen,
schließlich gehe es um den Schutz der Bevölkerung einerseits und um
die schonungslose Aufklärung anderseits. Dies sowohl hinsichtlich der
grausamen Taten als auch bezüglich der Klärung der Frage, wie es
soweit kommen konnte.
Zadić versicherte, dass nach derzeitigem Kenntnisstand die
Bediensteten der Gerichtsbarkeit und Staatsanwaltschaft nach bestem
Wissen und Gewissen sowie der Gesetzeslage entsprechend gehandelt
haben.
Dank an alle Heldinnen und Helden der Nacht am Montag
„Als Justizministerin gilt heute mein besonderer Dank den
Staatsanwältinnen und Staatsanwälten, die Tag und Nacht im
Journaldienst im Einsatz waren, sowie den Richterinnen und Richtern,
die die gerichtlichen Anordnungen genehmigen. Ich möchte aber auch
mich bei den anderen Heldinnen und Helden der Nacht am Montag
bedanken. Bei den Blaulichtorganisationen, der Polizei, sowie der
Rettung, den Ärztinnen und Ärzten und Krankenschwestern, die
Außergewöhnliches geleistet haben, um Schlimmeres zu verhindern. Ich
möchte mich bei denjenigen bedanken, die Zivilcourage gezeigt haben
um anderen das Leben zu retten. Ich möchte mich bei den Menschen
bedanken, die in Sozialen Medien unter den Hashtags #SchwedenplatzTür
und #opendoorsvienna verängstigten Menschen Zuflucht geboten haben.
Ich möchte auch den Lokalbesitzerinnen und -besitzern in Wien danken,
die bereits ein besonders schweres Jahr hinter sich haben; die den
Menschen Schutz geboten haben. Sie alle haben gezeigt, dass wir stolz
auf Österreich und stolz auf Wien sein können. Sie alle machen
Österreich zu einem großartigen Land. Dieser Täter wird uns nicht
spalten. Wir werden weiterhin zusammenhalten“, so Zadić abschließend.
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