- 08.10.2020, 10:06:49
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Welteitag: Branche fordert Herkunftskennzeichnung in der Gemeinschaftsverpflegung
Österreichs Legehennenhaltung ist Vorzeigemodell
Utl.: Österreichs Legehennenhaltung ist Vorzeigemodell =
Wien (OTS) - Die strengen Regeln des österreichischen
Bundestierschutzgesetzes und darüber hinausgehende, freiwillige
Branchenstandards belegen, dass die österreichische Legehennenhaltung
bei der Qualität der Eier, aber auch hinsichtlich tier- und
umweltfreundlicher Produktion in der EU eine Vorreiterfunktion
einnimmt. Im österreichischen Bundestierschutzgesetz verpflichtet
sich die öffentliche Hand, die Umsetzung der Tierhaltungsbestimmungen
am Markt zu unterstützen. Das aktuelle Regierungsprogramm sieht eine
"verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten in
öffentlichen und privaten Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung
ab 2021" vor. Die Geflügelbranche fordert deshalb anlässlich des
Welteitages 2020, der am 9. Oktober gefeiert wird, die Umsetzung
dieses Regierungsvorhabens. Sie sieht die öffentliche Beschaffung in
der Verantwortung, entgegen der gängigen Praxis, ab sofort nur mehr
Produkte einzukaufen, die mindestens den in Österreich geltenden,
gesetzlichen Haltungsstandards entsprechen.
Heimische Legehennen werden gentechnikfrei und klimafreundlich
gefüttert
Während Österreich als einziges Land in der EU die Käfighaltung
gänzlich abgeschafft hat, leben etwa 50% der Hennen in der Union noch
immer in ausgestalteten Käfigen. Im Rahmen des
AMA-Gütesiegel-Programmes wurden die Haltungsbedingungen für die
Tiere, aber auch die Hygiene sowie die Lebensmittelsicherheit bei
Eiern laufend verbessert. Hierzulande werden die Legehennen nicht nur
gentechnikfrei gefüttert, auch das wichtigste Eiweiß-Futtermittel
Soja stammt aus dem österreichischen Nachhaltigkeitsprogramm "Donau
Soja". Für heimische Legehennen müssen deshalb keine Sojabohnen aus
den Regenwaldregionen Südamerikas importiert werden. "Wir ersparen
der Umwelt damit jährlich 110.000 t CO2" freut sich der Obmann der
Zentralen Arbeitsgemeinschaft der Österreichischen Geflügelwirtschaft
(ZAG), Franz Karlhuber, über die Mehrleistungen der
Geflügelwirtschaft für die Gesellschaft.
AMA-Gütesiegel für Eiprodukte jetzt ganzjährig verfügbar
Der überwiegende Anteil der von Gemeinschaftsverpflegern
eingekauften Eiprodukte entspricht nicht den in Österreich üblichen
Qualitäts- und Tierhaltungsstandards. "Aufgrund der in den letzten
Jahren gestiegenen Legehennenbestände, aber auch infolge der
Ausweitung der Lagerkapazitäten sind wir ab sofort in der Lage,
österreichische Eiprodukte in der Haltungsform Bodenhaltung
ganzjährig zur Verfügung zu stellen", betont der Obmann der EZG
Frischei, Franz Kirchweger. Ähnlich wie schon bei Frischeiern, sind
nun auch AMA-Eiprodukte über die Österreichische Eierdatenbank
hinsichtlich Warenfluss abgesichert und stehen den Einrichtungen der
Gemeinschaftsverpflegung zur Verfügung.
Österreichische Standards als Mindestkriterium beim Einkauf
"Wenn der österreichische Gesetzgeber strenge Mindeststandards bei
der Haltung von Geflügel vorschreibt, dann sollte er sich an
dieselben Regeln halten, wenn er selbst für Einrichtungen des Bundes
oder der Länder einkauft", so Karlhuber. Er verweist darauf, dass der
Gesetzgeber im §2 des Bundestierschutzgesetzes auch seine
Mitverantwortung bei der Umsetzung der Bestimmungen am Markt
anerkennt. Die Einrichtungen der öffentlichen und privaten
Gemeinschaftsverpflegung sollten bei der Kennzeichnung Vorbild für
die gesamte Außer-Haus-Verpflegung werden.
Konsumenten die Wahlfreiheit geben
"Bessere Produkte, die nach höheren Standards erzeugt werden,
haben nur dann eine Chance am Markt, wenn wir uns bewusst für das
bessere Produkt entscheiden können. Die Haltungsstandards bei
Geflügel liegen mit großem Abstand über den EU-Mindestbestimmungen.
Wenn in österreichischen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung
mehr heimische Eier und Eiprodukte eingekauft werden, so stärken wir
zugleich bäuerliche Familienbetriebe, die wiederum die zentralen
Stützen der wirtschaftlichen Entwicklung im ländlichen Raum
darstellen", unterstreicht der ZAG-Obmann. (Schluss)
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