• 30.09.2020, 10:09:56
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Robert Pfaller erhält den Paul-Watzlawick-Ehrenring der Ärztekammer für Wien

Verleihung am 15. Oktober 2020 online im RadioKulturhaus Wien

Utl.: Verleihung am 15. Oktober 2020 online im RadioKulturhaus Wien =

Wien (OTS) - Robert Pfaller hat den Begriff der Interpassivität
geprägt und daraus eine der spannendsten philosophischen und
gesellschaftspolitischen Thesen entwickelt. In vielen Publikationen –
zum Beispiel „Erwachsenensprache“ oder „Ästhetik der Interpassivität“
und „Wofür es sich zu leben lohnt“ – hat er darüber geschrieben. Nun
erhält er für sein interdisziplinäres Schreiben und Denken sowie die
Verknüpfung von Psychoanalyse und Sozialwissenschaften den
Paul-Watzlawick-Ehrenring der Ärztekammer für Wien – online aufgrund
der aktuellen Corona-Pandemie. ****

Erst vor Kurzem hat er mit „Die blitzenden Waffen“ einen viel
beachteten Bestseller herausgebracht, in welchem er das
Missverständnis moderner Kunst und Kultur zur Form analysiert. Er
bezieht sich darin auf einen Satz von Quintilian. Schon Quintilian
wusste: „Ein Redner muss nicht nur mit scharfen Waffen kämpfen,
sondern auch mit blitzenden.“ Pfaller geht einen Schritt weiter: Er
erklärt, warum überhaupt nur blitzende Waffen scharf sein können.

Das deutsche Kulturmagazin „Cicero“ zählt Pfaller zu den fünf
aktuell bedeutendsten Philosophen im deutschen Sprachraum, zuletzt
hat er sich auch zum Thema Lust, Lustfeindlichkeit und Isolation
sowie Verbotskultur – gerade in Zeiten von Corona – geäußert.

Robert Pfaller, 1962 in Wien geboren, lehrte zunächst als
Professor für Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität
für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz sowie an der
Technischen Universität Wien. Von 2009 bis 2014 war er Professor für
Philosophie an der Universität für angewandte Kunst Wien.
Anschließend ging er zurück an die inzwischen umbenannte
Kunstuniversität Linz.

„Mit Robert Pfaller zeichnen wir einen der wichtigsten
zeitkritischen Denker aus, einen Philosophen, der literarische
Qualitäten mit präziser Analytik verknüpft und quer durch alle
Disziplinen agiert“, betont Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

International hohes Renommee

Der Paul-Watzlawick-Ehrenring der Ärztekammer für Wien wird
bereits zum elften Mal verliehen. Der Ring erinnert an die
Möbius-Schleife und wurde von der Meisterklasse Paolo Piva der
Hochschule für Angewandte Kunst in Wien speziell für diesen Preis
kreiert.

Mittlerweile hat der Ehrenring international hohes Renommee. Die
bisherigen Preisträger waren Peter L. Berger (2008), Aleida Assmann
(2009), Rüdiger Safranski (2010), Friedrich Achleitner (2011), Walter
Thirring (2013), Ruth Klüger (2015), Konrad Paul Liessmann (2016),
Franz Schuh (2017), Hartmut Rosa (2018) und zuletzt Ulrike Guérot
(2019). 2017 hat Àgnes Heller den Paul-Watzlawick-Preis für ihr
Lebenswerk erhalten. (hpp)

(S E R V I C E - Die „symbolische“ Überreichung des
Paul-Watzlawick-Ehrenrings der Ärztekammer für Wien wird im Rahmen
einer online abgehaltenen Wiener Vorlesung – Rede von Robert Pfaller
zu Paul Watzlawick und Laudatio von Konrad Paul Liessmann – im
RadioKulturhaus am 15. Oktober 2020 erfolgen. Die Wiener Vorlesungen
sind seit Jahren Partner des Watzlawick-Ehrenrings. Livestream:
https://vorlesungen.wien.gv.at/site/die-einbildungen-das-zwiespaeltig
e-die-geselligkeit/. Die tatsächliche Überreichung des Ehren-Rings
wird zu einem späteren Zeitpunkt in kleinerem Rahmen nachgeholt.)

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