- 17.09.2020, 11:00:32
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Gravierende Missstände im KH-Nord
Thomas Rasch (FCG): „Es ist einfach abenteuerlich, wie beim Bau der ‚Wohlfühl-Spitals‘ von der Stadt Wien gepfuscht wurde!“
Utl.: Thomas Rasch (FCG): „Es ist einfach abenteuerlich, wie beim
Bau der ‚Wohlfühl-Spitals‘ von der Stadt Wien gepfuscht
wurde!“ =
Wien (OTS) - Massive Kritik an den dramatischen Zuständen in der
Klinik Floridsdorf (früher KH-Nord) übt der FCG-Gewerkschafter Thomas
Rasch: „Da werden Patienten mit dem Hubschrauber in das angeblich
modernste Spital Österreichs geflogen, dort ist aber um 15 Uhr wegen
Personalmangel für eine bestimmte Diagnose niemand mehr anwesend. So
müssen Patienten wieder in den Hubschrauber gepackt und in die Klinik
Donaustadt, früher SMZ-Ost, geflogen werden.“
Pannenserie
Wer glaubt, dass dies die einzigen Missstände im „Wohlfühl-Spital“
sind, der irrt gewaltig. Baumängel beherrschen nämlich hier - ein
Jahr nach der Eröffnung - immer noch den Alltag. Türen schließen
nicht mehr oder sie lassen sich erst gar nicht öffnen. Die
Bodenbeläge lösen sich nach wenigen Monaten schon vom Untergrund und
sündteure medizinische Geräte sind funktionsuntüchtig, weil es nur
wenige Steckdosen gibt. Das Stromnetz ist für die OP-Säle zu schwach
dimensioniert. In der Folge kommt es immer wieder zu
lebensbedrohlichen Ausfällen wegen der Überlastungen. Es gibt auch zu
wenige PC-Geräte vorort, obwohl sie in den Planungen vorgesehen
waren.
Pfusch pur
„Es ist einfach abenteuerlich, wie hier gepfuscht wurde! Das beginnt
damit, dass viele Telefonklappen drei Monate nicht erreichbar waren.
Darunter sogar jene der Notdienste“, wie sich der
Christgewerkschafter von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des
Spitale hat berichten lassen. Dass wichtige Medikamente anfangs
Mangelware waren und die Kinder und Jugendpsychiatrie wegen
Personalmangel nicht einmal eröffnet werden konnte, kommt noch
erschwerend hinzu. Rasch: „Dass bei der Planung eine Station der U6
absichtlich vergessen worden ist, dürfte sich wegen der massiven
Beschwerden vom Personal und von Spitalsbesuchern bei den rotgrünen
Bauherren des Skandal-Spitals herumgesprochen haben.“
Kostenexplosion
Die Steigerung der Kosten von 985 Millionen Euro auf bis zu 1,6
Milliarden habe die EIB, der 300 Millionen Euro Kreditgeber der EU,
erst im Mai des vergangenen Jahres erfahren. Wie die Investitionsbank
nun befürchtet, „könnte die Kostenexplosion sogar die medizinische
Versorgung der Wiener gefährden“. Thomas Rasch: „Und genau das haben
wir alles andere als gewollt. Das als Wohlfühl-Spital“ angekündigte
Großkrankenhaus ist bereits ein Jahr nach der Eröffnung wegen der
unglaublichen Nachlässigkeit der Verantwortlichen der Stadt Wien ein
Sanierungsfall geworden. Sollte ich am 11. Oktober für den
Gemeinderat von den Wienerinnen und Wienern mit Vorzugsstimmen
gewählt werden, verspreche ich jedenfalls Abhilfe.“
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