- 23.07.2020, 10:48:47
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- OTS0058
AUGE/UG-Paiha: Es braucht eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes!
Degressives Arbeitslosengeld auf niedrigem Niveau ist kein zielführendes, nachhaltiges Modell
Utl.: Degressives Arbeitslosengeld auf niedrigem Niveau ist kein
zielführendes, nachhaltiges Modell =
Wien (OTS) - „Armut bekämpfen statt erwerbsarbeitslose Menschen - das
muss das Motto in dieser Krise sein! Die Alternativen, Grünen und
Unabhängigen GewerkschafterInnen stehen klar gegen eine Kürzung des
Arbeitslosengelds, gegen eine Verkürzung der Bezugsdauer des
Arbeitslosengelds und gegen die Abschaffung der Notstandshilfe“, so
Klaudia Paiha Bundessprecherin der AUGE/UG.
- Erhöhung der Nettoersatzrate auf 80 Prozent gefordert
“Was es jetzt braucht, ist eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 80
Prozent“, wiederholt Paiha anlässlich der entstandenen Debatte über
die Ausgestaltung des Arbeitslosengeldes die langjährige Forderung
der AUGE/UG. An die 500.000 Arbeitslose würden mehr als deutlich
zeigen, wie rasch Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen und damit
ganze Familien ökonomisch in Bedrängnis bringen könnten.
- Degressives Arbeitslosengeld ist kein zielführendes, nachhaltiges
Modell
Derzeit erhält ein erwerbsarbeitsloser Mensch in Österreich nur 55
Prozent Nettoersatzrate von seinem Einkommen – damit liegt Österreich
beim Arbeitslosengeld am Ende der EU-Skala. Vielfach reicht das zur
Existenzsicherung nicht aus. Auch ein degressives Arbeitslosengeld
ist kein zielführendes, nachhaltiges Modell. Gerade in einer Krise -
bei der nicht absehbar ist, wie und wann sie endet – kann es nur die
Aufgabe der Bundesregierung sein, dafür sorgen, dass die Existenz der
Menschen langfristig gesichert ist.
Langzeitarbeitslosigkeit bekämpft man mit umfassenden
Beschäftigungsinitiativen, Aus- und Weiterbildung und Umschulung.
Auch durch Arbeitszeitverkürzung und die kluge Verteilung der
Rettungsgelder können tausende neue und langfristig sichere
klimafreundliche Arbeitsplätze geschaffen werden.
Nur ein höheres Arbeitslosengeld kann tausende Menschen vor einem
existenziell bedrohlichen Absturz bewahren. Aber auch für die
Gesamtwirtschaft würde das mehr Kaufkraft bedeuten und damit
letztendlich den wirtschaftlichen Einbruch abschwächen.
- Klare Ansagen statt hohle Phrasen
Statt Verunsicherung durch hohle Phrasen braucht es endlich echte
Unterstützung und Perspektiven für ökonomische und berufliche
Sicherheit für die Menschen.
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