- 22.07.2020, 16:29:36
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Zadić: „Hass und Gewalt im Netz auch mit Täterarbeit bekämpfen“
Verein NEUSTART arbeitet mit dem Programm "Dialog statt Hass" an der Resozialisierung von Hasspostern
Utl.: Verein NEUSTART arbeitet mit dem Programm "Dialog statt Hass"
an der Resozialisierung von Hasspostern =
Wien (OTS) - „An vielen Fronten sagen wir Gewalt und Hass im Netz den
Kampf an. Durch neue, strengere Gesetze im Zivil- und Strafrecht,
aber auch, indem wir verhindern, dass Täter*innen rückfällig werden“,
so Justizministerin Alma Zadić anlässlich ihres Besuchs beim Verein
NEUSTART in St. Pölten am gestrigen Dienstagnachmittag. NEUSTART ist
seit 60 Jahren in der Täterarbeit erfolgreich und wird vom
Bundesministerium für Justiz finanziert.
Programm "Dialog statt Hass"
Seit Juli 2019 bietet NEUSTART das Programm „Dialog statt Hass“ für
Ersttäterinnen und –täter an. Das Ziel: Verurteilte Hassposter*innen
sollen ein Unrechtsbewusstsein entwickeln und ihr Verhalten
verbessern. Bisher haben 170 Personen, davon 40 Frauen, das
sechsmonatige Programm durchlaufen – mit sehr hohen Erfolgsquoten.
„Es ist wichtig, mit verurteilten Hasspostern konstruktiv zu arbeiten
und sie dabei zu unterstützen, dass sie die Folgen ihrer Tat
erkennen.“, so die Justizministerin.
Betroffene sollen kostengünstig und schnell zu ihrem Recht kommen
„Hasspostings betreffen sehr oft junge Frauen oder Menschen mit
Migrationshintergrund, die sich dann aus dem Netz zurückziehen. Mit
unseren Gesetzesvorhaben zu Hass und Gewalt im Netz schaffen wir die
rechtliche Möglichkeit, dass Betroffene kostengünstig und schnell zu
ihrem Recht kommen und Täter künftig besser ausgeforscht werden
können. Auch nehmen wir die großen Social-Media-Plattformen stärker
in die Pflicht. Es wird jetzt zügig und intensiv am umfassenden
Maßnahmenbündel gegen Hass und Gewalt im Netz gearbeitet. Sobald die
Arbeiten abgeschlossen sind, soll das Gesetzespaket als
Ministerialentwurf in Begutachtung gehen“, so Zadić.
Morgen, Donnerstag, besucht die Bundesministerin die
Frauenberatungsstelle „Der Lichtblick“ in Neusiedl im Burgenland, wo
sie sich auch über Strategien zur Gewaltvorbeugung austauschen wird.
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