NEOS zu Sommerschule: Das Schönrechnen und Schönreden bringt keinen echten Neustart

Martina Künsberg: „Es geht um die Zukunft unserer Kinder – statt wortreicher Erklärungen zum zweifelhaften Erfolg der Sommerschule, brauchen wir endlich eine Perspektive Herbst.“

Wien (OTS) - Verärgert reagiert NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre auf das Schönrechnen und Schönreden von Bildungsminister Faßmann betreffend Anmeldezahlen der geplanten Sommerschule. „Die Zukunft unserer Kinder mit der Einführung eines neuen Produktes zu vergleichen, macht mich sprachlos. Dann auch noch zu behaupten, dass ohnehin 50 Prozent des Potenzials erreicht wurden, zeigt einmal mehr, dass Kinder für Faßmann keine Priorität haben“, ärgert sich Künsberg. Sie verweist dabei auf Studien, die zeigen, dass ein Fünftel der Kinder während der Schulschließungen nicht erreicht wurden bzw. massive Nachteile durch den fehlenden Unterricht aufweisen würden, das sind gemessen an der Gesamtschülerzahl 230.000 Kinder. „Wenn Minister Faßmann nun 22.000 teilnehmende Kinder als Erfolg feiert, war der Anspruch, den er an sich und seine Sommerschule gesetzt hat, von Anfang an nicht sonderlich hoch, so Künsberg.

„Ich freue mich für jede einzelne Schülerin und jede einzelnen Schüler, der im Sommer jetzt die Chance hat, zumindest bei der Sprache Deutsch aufzuholen und dazu zu lernen – aber das wird nicht reichen, um die Versäumnisse von acht Wochen Home Schooling ausgleichen können und schon gar nicht, um strukturelle Ungerechtigkeiten im Bildungssystem zu beheben," so die NEOS-Abgeordnete. „Was es braucht, ist ein echtes Chancen-Aufholprogramm im Herbst, ein Förderprogramm mit Ergänzungsunterricht in allen Hauptfächern und psychosozialer Unterstützung, damit wir wieder alle Kinder bestmöglich erreichen“, so Künsberg abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Parlamentsklub der NEOS
01 40110-9093
presse@neos.eu
http://neos.eu

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEK0003