FPÖ – Pisec: WK-Präsident Ruck soll dem Wirtschaftsparlament den Rechnungsabschluss 2019 zur Debatte vorlegen

Die freiwilligen Interessenvertretungen müssen Beträge aus den viel zu hohen Einnahmen der Wirtschaftskammer erhalten

Wien (OTS) - „Es ist nicht einzusehen, warum die Wirtschaftskammer Wien dermaßen hohe Pflichtmitgliedsbeiträge einfordert und trotzdem den Hals nicht voll genug bekommt. So wurde im Rechnungsabschluss 2019 jahrzehntealtes Familiensilber zum Billigpreis verschleudert, damit noch weitere Rücklagen gebildet werden können. Wir haben als einzige Partei nie unsere Zustimmung für den Verkauf erteilt und ich fordere Präsident Ruck auf, dem Wirtschaftsparlament den Rechnungsabschluss 2019 zur Debatte vorzulegen“, so heute der Obmann der Freiheitlichen Industrie und FPÖ-Industriesprecher Bundesrat MMag. Reinhard Pisec.

„Ebenso muss das Gutachten, das den Wert der verkauften Immobilen taxierte, dem Wirtschaftsparlament vorgelegt werden. Vermutlich wurde das Gutachten nicht mit den Interessen eines Besitzers unterlegt, sondern mit jenen von Bauspekulanten - bekanntlich beträgt die Differenz im Erfahrungsbereich 25 Prozent“, erklärte Pisec und weiter: „Es ist keinesfalls notwendig, auf der einen Seite dermaßen viel Geld zu akkumulieren und auf der anderen Seite in der Unterstützung für unsere notleidenden KMU-Betriebe gegenüber der schwarz-grünen Regierung im Sinne verbesserter Rahmenbedingen völlig zu versagen.“

„Die Regierung ist offensichtlich nicht gewillt, der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. Die Hilfsgelder kommen kaum an, Kredite werden zurückgehalten beziehungsweise abgelehnt und der angekündigte reduzierte Einkommensteuertarif für nur eine Lohnstufe von gerade einmal fünf Prozentpunkte ist einfach viel zu wenig. Die bis jetzt vorgestellten und geleisteten Maßnahmen zu Unterstützung unserer KMU-Betriebe sind ‚sehr dürftig‘ und von der von ÖVP-Kanzler Kurz seit Jahren angekündigten Steuerreform ist weit und breit nicht wirklich was zu sehen - offensichtlich verfolgt der ÖVP-Chef andere Interessen“, sagte Pisec.

„Dazu gibt es noch eine Wirtschaftskammer, die sich als Interessenvertretung überhaupt nicht durchsetzen kann, so überhaupt ein Wille besteht. Umso mehr ist es ein Gebot der Stunde, dass die freiwilligen Interessenvertretungen, wie der Handelsverband, die Industriellenvereinigung, der Österreichische Gewerbeverein und die Österreichische Hoteliervereinigung Beträge aus den viel zu hohen Einnahmen der Wirtschaftskammer erhalten müssen“, forderte Pisec.

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