- 28.05.2020, 11:12:18
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Weismüller: KV-Verhandlungsabbruch durch Betreiber von Privatspitälern ist inakzeptabel
Gehälter in Privatspitälern liegen weit untern jenen von öffentlichen und Ordensspitälern – Kollektivvertragsverhandlungen müssen wiederaufgenommen werden
Utl.: Gehälter in Privatspitälern liegen weit untern jenen von
öffentlichen und Ordensspitälern –
Kollektivvertragsverhandlungen müssen wiederaufgenommen werden =
Wien (OTS) - „Während sich öffentliche Spitäler und Ordensspitäler um
ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitsbereich kümmern
und mit ihnen auch gute Kollektivvertragsabschlüsse geschafft wurden,
zeigen Großkonzerne wie etwa Uniqa oder Vamed im Gesundheitswesen als
Spitals- und Rehabetreiber ihr wahres Gesicht, indem sie längst
überfällige Gehaltserhöhungen für das Gesundheitspersonal ablehnen
und die Kollektivvertragsverhandlungen einseitig weiter hinauszögern
wollen“, sagt Wolfgang Weismüller, Obmann der Kurie angestellte Ärzte
und Vizepräsident der Ärztekammer für Wien. Die KV-Verhandlungen
wurden seitens der Arbeitgeber auf September 2020 verschoben. Diese
Vorgehensweise stößt sowohl bei der Kurie angestellte Ärzte der
Ärztekammer für Wien als auch bei der Gewerkschaft vida auf großes
Unverständnis und sei inakzeptabel. ****
Für den Ärztekammer-Vizepräsidenten ist das ein skandalöser
Umstand, denn die Gehälter der Angestellten in den Wiener
Privatspitälern liegen weit unter jenen in den Spitälern des Wiener
Krankenanstaltenverbunds (KAV) oder auch unter den Gehältern in
Ordensspitälern. Allgemeinmediziner verdienen in den Privatspitälern
etwa 25 Prozent weniger als im KAV oder bei geistlich geführten
Krankenanstalten in Wien. Gerade in Zeiten der Pandemie, wo Ärztinnen
und Ärzte sowie das gesamte Gesundheitspersonal besonders mit
erhöhtem Infektionsrisikio und Arbeitsaufwand beziehungsweise
verschärften Sicherheitsvorgaben konfrontiert sind, lassen längst
überfällige Anpassungen von Gehältern und Rahmenbedingungen weiterhin
auf sich warten. Weismüller: „Es darf nicht sein, dass Konzerne im
Gesundheitswesen Gewinne auf Kosten ihrer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter machen und davon nichts an diese zurückgeben. Ich fordere
die sofortige Wiederaufnahme der Gespräche und rasche adäquate
Abschlüsse, damit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den privat
geführten Krankenanstalten gerade in Zeiten der Krise auch die ihnen
gebührende Wertschätzung gezeigt wird.“ (bs)
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