Umweltdachverband begrüßt heute angekündigtes Sanierungsprogramm für Fließgewässer

- Renaturierungsoffensive für verbaute Bäche und Flüsse seit Jänner 2018 überfällig

Die Renaturierungsoffensive ist gerade jetzt eine ganz wichtige naturverträgliche Konjunkturmaßnahme
Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes

Wien (OTS) -

  • Gewässerrenaturierung ist wichtiger Baustein für Konjunktur und Wiederaufbau

„Wir freuen uns über die heute von der Bundesregierung bekannt gegebene Offensive zur Sanierung unserer Fließgewässer. 60 Prozent der österreichischen Bäche und Flüsse verfehlen den guten ökologischen Zustand, der laut den Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie bis 2027 zu erreichen ist. Der heute angekündigte Schritt ist daher überfällig“, sagt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes. Seit Jänner 2018 liegen die entsprechenden Pläne in der Schublade, allein die Bereitstellung der erforderlichen Finanzmittel ist seither immer wieder verzögert worden. Der Umweltdachverband hat mehrfach auf diesen Missstand hingewiesen. Nun werden endlich 200 Mio. Euro für die Gewässersanierung bis 2027 bereitgestellt.

Investitionen sichern Lebensquellen und schaffen wichtige Arbeitsplätze
Die Renaturierungsoffensive ist gerade jetzt eine ganz wichtige naturverträgliche Konjunkturmaßnahme“, betont Maier. Laut einer Studie des zuständigen BMLRT über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Siedlungs- und Schutzwasserwirtschaft sowie der Gewässerökologie in Österreich sind die aus derartigen Investitionen rückfließenden Steuerbeträge höher als die eingesetzten Bundesförderungsmittel. Die angekündigten Investitionen in Gewässerrenaturierungen kommen in der aktuellen Krise damit gerade recht: Sie sichern unsere Lebensquellen, schaffen wichtige Arbeitsplätze, bringen gleichzeitig Steuererträge und leisten einen Beitrag zur Erreichung der verpflichtenden Ziele der EU-Wasserrahmenrichtlinie. „Weitere Schritte müssen allerdings folgen, insbesondere durch eine Ökologisierung der so genannten Ökostromförderung für die Wasserkraft. Diese ist in der bisherigen Form als kontraproduktive Förderung einzustellen, da sie den zentralen Treiber der Gewässerdegradierung darstellt“, so Maier abschließend.

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