Österreichs Ziviltechniker trauern um Dietmar Steiner

Berufsvertretung betont die Bedeutung des AzW-Gründers für die Vermittlung von Baukultur.

  • Dietmar Steiner war ein Vermittler und Kämpfer für die Architektur. Er hat es wie kaum jemand sonst verstanden, die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur begreiflich zu machen. Seine kritische Stimme hat den baukulturellen Diskurs um wichtige und längst fällige Debatten bereichert. Sie wird uns schmerzlich fehlen
    Daniel Fügenschuh, Vorsitzender der Bundessektion ArchitektInnen und Vizepräsident der ZT-Bundeskammer
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  • Mit Dietmar Steiner verliert Österreich eine Instanz im Diskurs über Architektur und Städtebau. Mit dem Architekturzentrum Wien hat er einen inspirierenden Ort der Diskussion und des Austauschs über Baukultur und eine Institution von internationalem Rang geschaffen
    ZT-Bundeskammerpräsident Rudolf Kolbe
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Wien (OTS) - „Mit Dietmar Steiner verliert Österreich eine Instanz im Diskurs über Architektur und Städtebau. Mit dem Architekturzentrum Wien hat er einen inspirierenden Ort der Diskussion und des Austauschs über Baukultur und eine Institution von internationalem Rang geschaffen“, betont ZT-Bundeskammerpräsident Rudolf Kolbe.

Als Gründungsdirektor leitete Steiner das AzW von 1993 bis 2016. Neben zahlreichen Ausstellungen zu Architektur- und Stadtentwicklungsthemen und einem breiten Vermittlungsprogramm legte Steiner den Grundstein für die größte Sammlung von Vor- und Nachlässen österreichischer Architekturschaffender des 20. Jahrhunderts.

„Dietmar Steiner war ein Vermittler und Kämpfer für die Architektur. Er hat es wie kaum jemand sonst verstanden, die gesellschaftliche Bedeutung von Architektur begreiflich zu machen. Seine kritische Stimme hat den baukulturellen Diskurs um wichtige und längst fällige Debatten bereichert. Sie wird uns schmerzlich fehlen“, fügt Daniel Fügenschuh, Vorsitzender der Bundessektion ArchitektInnen und Vizepräsident der ZT-Bundeskammer, hinzu.

Dietmar Steiner, 1951 in Wels geboren, studierte Architektur bei Ernst Plischke und Gustav Peichl an der Akademie der bildenden Künste in Wien und arbeitete an Friedrich Achleitners Archiv "Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert" mit. Er lehrte an der Hochschule für angewandte Kunst und war Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Architektur sowie Redakteur des internationalen Design-Magazin "domus" in Mailand. 2002 war er Kommissär des österreichischen Beitrags der Architektur-Biennale in Venedig.

Von 2009 bis 2014 war Steiner Vorsitzender des Qualitätsbeirats für den sozialen Wohnbau in Wien. In mehr als 100 Sitzungen wurden dabei fast 25.000 geförderte Wohnungen auf den Weg gebracht. Unter seinem Vorsitz wurde die Soziale Nachhaltigkeit als 4. Qualitätskriterium neben der Ökologie, der Ökonomie und der Architektur eingeführt.

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