ÖGB-Schumann: Es braucht beitragsfreie Sommerbetreuung in ganz Österreich

Eltern machen sich große Sorgen, wer sich im Sommer um ihre Kinder kümmern wird

Wien (OTS) - Die letzten zwei Monate haben Kinder und Eltern an ihre Grenzen gebracht. „Von heute auf morgen hat sich der Alltag von Familien komplett verändert und vor allem Frauen verzweifeln unter der Mehrfachbelastung von Erwerbsarbeit, Kinderbetreuung und Bildungsarbeit. Sie brauchen dringend Unterstützung in Form einer flächendeckenden und beitragsfreien Sommerbetreuung für Kinder“, so ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzende Korinna Schumann anlässlich der von der Arbeiterkammer präsentierten Umfrage zum Kinderbetreuungsbedarf in Österreich.

Die Sommerferien rücken Schritt für Schritt näher und aktuelle Umfragen bestätigen, dass sich viele Eltern große Sorgen machen, wer sich in den Ferien um ihre Kinder kümmern wird. Eltern rechnen coronabedingt mit einem massiven Mehrbedarf an Kinderbetreuung. „Es gibt zu wenig Betreuungsangebote. Wir haben gerade eine massive Arbeitslosigkeit – Eltern können sich keine teuren Feriencamps leisten. Gleichzeitig brauchen Kinder im Sommer dringend Lernunterstützung, um eventuelle Defizite wieder aufzuholen“, so Schumann.

Während ArbeitnehmerInnen in „systemrelevanten“ Berufen in den vergangenen Wochen regemäßig beklatscht wurden, hätten viele Mütter im Stillen die Bildungsarbeit ihrer Kinder übernommen, den Haushalt in Schuss gehalten und nebenbei versucht, im Homeoffice zuarbeiten. „Das ist ein gefährlicher Rückschritt zu alten Rollenbildern. Wir brauchen daher dringend einen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote und fordern daher eine beitragsfreie Freizeitbetreuung im Sommer in ganz Österreich“, betont Schumann abschließend.

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