Grüne/Disoski: „Recht von Frauen auf Selbstbestimmung unantastbar“

Grüne für niederschwelligen Zugang zu Schwangerschaftsabbruch

Wien (OTS) - „Bei den schwer erkämpften Rechten der Frauen auf Selbstbestimmung über ihren eigenen Körper werden wir keinen Millimeter weichen. Weder beim Spätabbruch, noch bei der Fristenlösung. Das Recht von Frauen auf Selbstbestimmung ist unantastbar“, sagt Meri Disoski, Frauensprecherin der Grünen, in Reaktion auf eine heutige Aussendung der Initiative #fairändern.

Im Jahr 2019 hatten 60.000 Menschen die von der Bischofskonferenz getragene Petition #fairändern, die eine Aushöhlung der reproduktiven Rechte von Frauen zum Ziel hat, unterschrieben. „Unter der damaligen türkis-blauen Bundesregierung wurde diese Initiative im parlamentarischen Petitionsausschuss behandelt. Gleichzeitig wurde das von fast 500.000 Menschen unterstützte Frauenvolksbegehren regelrecht vom Tisch gewischt. Eine halbe Millionen Stimmen, die sich für reproduktive Rechte von Frauen stark machen, de facto ignoriert“, erinnert Disoski.

„Von einem bundesweiten, niederschwelligen und leistbaren Zugang zu klinischen und medikamentösen Schwangerschaftsabbrüchen, wie wir Grüne ihn befürworten, sind wir hierzulande weit entfernt“, fasst Disoski die Grüne Position fest.

„Klar ist auch: Jeder Schwangerschaftsabbruch ist einer zu viel. Wenn wir die Zahl der Abbrüche senken wollen, dann müssen wir über zeitgemäße Sexualkunde reden. Dann müssen wir über Verhütung reden. Dann müssen wir auch über kostenlose Verhütungsmittel reden, zum Beispiel für Jugendliche oder für Personen mit geringem Einkommen“, so Disoski, die abschließend bedauert, dass „diese Position im derzeitigen Nationalrat nicht mehrheitsfähig“ sei.

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