FPÖ – Fuchs: Höhere Besteuerung von Urlaubs- und Weihnachtsgeld für Arbeitnehmer in Kurzarbeit

Im Extremfall bleibt vom Weihnachtsgeld nicht mehr viel übrig

Wien (OTS) - „Das ist nun die nächste schwarz-grüne Belastungskeule für die Arbeitnehmer in Kurzarbeit – die als Erfolgsmodell getarnt – von ÖVP-Kanzler Kurz verkauft wurde.“ Mit diesen Worten kommentierte heute der freiheitliche Finanz- und Budgetsprecher NAbg. DDr. Hubert Fuchs den Umstand, dass nun den rund 1,3 Millionen Österreicherinnen und Österreichern, die Corona-bedingt in die Kurzarbeit mussten, höhere Steuern auf ihr Urlaubs- und Weihnachtsgeld („13. und 14. Gehalt“) als die sonst üblichen sechs Prozent bevorstehen. „Vom Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird dann ein großer Teil von der Steuer ‚aufgefressen‘. Im Extremfall bleibt vom Weihnachtsgeld nicht mehr viel übrig“, so Fuchs.

„Das Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird trotz reduzierter Arbeitszeit und trotz niedrigerem Monatseinkommen während der Kurzarbeit in der Regel in voller Höhe ausbezahlt. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind jedoch nur insoweit mit sechs Prozent zu versteuern, als diese ein Sechstel der laufenden jährlichen Bezüge nicht überschreiten (‚Jahressechstel‘), wobei am Jahresende eine Kontrollrechnung zum 'Jahressechstel' vorgenommen wird (‚Kontrollsechstel‘). Ist nun dieses ‚Kontrollsechstel‘ niedriger – da kurzarbeitsbedingt das Einkommen der Betroffenen für einige Monate um zehn bis 20 Prozent geringer ist – muss die Differenz zwischen dem aufgrund der Kurzarbeit niedrigeren ‚Jahressechstel‘ und dem tatsächlich gezahlten Urlaubs- und Weihnachtsgeld voll versteuert werden. Ausgenommen sind nur der Mutterschutz/Karenz und das Papamonat“, erklärte Fuchs.

„Die Regierung muss nun rasch dafür Sorge tragen, dass die Kurzarbeit auch unter diese Ausnahmebestimmung fällt. ÖVP und Grüne waren aber bisher nicht in der Lage, dies zu tun. Gerade in dieser für die Menschen ohnehin so schweren Zeit brauchen sie das entsprechend begünstigt besteuerte 13. und 14. Gehalt ‚wie einen Bissen Brot‘. Wie kommen diese Leute dazu – nur, weil Kurz, Kogler und Blümel die ‚reine mediale Ankündigung von Maßnahmen und die Selbstinszenierung‘ wichtiger ist, als eine ‚ordentliche inhaltliche Umsetzung‘ dieser – auf das volle Urlaubs- und Weihnachtsgeld verzichten zu müssen", kritisierte Fuchs.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at
http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0005