• 04.05.2020, 14:30:30
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  • OTS0144

AK liefert Betriebsanleitung für den Zusammenbruch der Wirtschaft

WKS-Präsident Peter Buchmüller kritisiert absurde Forderungen von AK und SPÖ

Utl.: WKS-Präsident Peter Buchmüller kritisiert absurde Forderungen
von AK und SPÖ =

Salzburg (OTS) - „Mit sozialistischen Uraltforderungen werden wir die
Krise nicht bewältigen, sondern nur noch tiefer in die Rezession
hineinrutschen. Daher ein klares Nein zu 1.700 €-Netto-Mindestlohn
und einer Arbeitszeitverkürzung!“ Dies stellte heute WKS-Präsident
Peter Buchmüller zu den jüngsten Forderungen aus AK und SPÖ fest.

„Die Corona-Krise darf kein Anlass sein, um eine politische Agenda
durchzudrücken, die zurecht schon x-mal als standortschädlich
abgelehnt wurde“, stellte Buchmüller dezidiert zu den jüngsten
Aussagen aus AK und SPÖ fest. Wer inmitten einer in Österreich
historisch einzigartigen Rezession den Arbeitgebern massiv steigende
Lohnkosten zumuten will, sei es durch einen noch höheren Mindestlohn
(1.700 € netto!) oder durch eine Arbeitszeitverkürzung, muss sich die
Frage gefallen lassen, ob er die ohnehin schon enormen
Arbeitslosenzahlen noch weiter nach oben treiben will. „Viele
Betriebe haben jetzt überhaupt keinen Umsatz und viele ringen ums
Überleben. Jetzt zusätzlich Kostenbelastungen zu verlangen, ist eine
Betriebsanleitung für den Zusammenbruch der Wirtschaft. Derartige
Forderungen waren vor der Krise schon falsch, jetzt sind sie geradezu
absurd!“, kritisiert Buchmüller. Jedes Konjunkturpaket würde außerdem
durch derartige Belastungen sofort an Wirkung verlieren.

Österreich: Schon jetzt zweithöchster Mindestlohn in der EU

Der Präsident der WKS erinnert an die Fakten: In Österreich wird mit
dem Mindestlohn von 1.500 € (14-mal) schon derzeit der zweithöchste
Mindestlohn in Europa (nach Luxemburg) bezahlt. Umgerechnet auf 12
Monate entspricht das 1.750 €, deutlich mehr als etwa in Deutschland,
wo der Mindestlohn 1.500 €, aber nur 12-mal, beträgt. In Branchen wie
dem Handel wird schon 38,5 Stunden gearbeitet, weniger ist
keinesfalls wirtschaftlich vertretbar. Wer eine 38- oder gar 30
Stunden-Woche fordert, nötigt den Betrieben jedoch nur einen noch
höheren Kostenrucksack um. Es sei außerdem noch keine Krise durch
weniger Arbeit bewältigt worden, sondern nur durch aktives Anpacken.

Daher ist laut Buchmüller eine völlig andere Strategie notwendig: „Es
braucht eine zügige und wirksame Konjunkturförderung auf allen
Ebenen. Es braucht eine sofortige spürbare Lohnnebenkostensenkung, d.
h. mehr netto vom brutto für Arbeitnehmer, und damit weniger
Belastungen für die Arbeitgeber. Salzburgs Arbeitgeber mussten 2019
immerhin um 4,04% mehr als Sozialbeiträgen stemmen, die sich auf 3,48
Mrd. € summierten. So kann es insbesondere in Krisenzeiten nicht
weitergehen“, fordert Buchmüller zügige Entlastungsschritte. „Wir
müssen jetzt alles tun, um Arbeitsplätze zu retten, nicht künstlich
zu verteuern. In der AK sollte man daher den neuen Konsens in der
Sozialpartnerschaft nicht wieder durch derartige Ansagen gefährden.“

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