- 29.04.2020, 13:36:13
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Greenpeace begrüßt klare Verankerung von Klimaschutz im Konjunkturprogramm
Umweltschutzorganisation fordert staatliche Hilfen an Unternehmen an ökosoziale Bedingungen zu knüpfen
Utl.: Umweltschutzorganisation fordert staatliche Hilfen an
Unternehmen an ökosoziale Bedingungen zu knüpfen =
Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die
klare Verankerung von Klimaschutz und Regionalisierung im Rahmen des
von der Regierung präsentierten Konjunkturprogramms. Klimaschutz
müsse zentrales Element eines Wiederaufbaus in Österreich sein, um
die Folgen von Coronakrise sowie Erderhitzung zu bekämpfen, so
Greenpeace. Investitionen in nachhaltige Branchen schaffen sichere
Arbeitsplätze, bekämpfen soziale Ungleichheit und bauen eine moderne
und krisenfeste Wirtschaft auf. Das zeigt auch eine von Greenpeace in
Auftrag gegebene Studie des deutschen Forum ökologisch-soziale
Marktwirtschaft (FÖS). Die Umweltorganisation fordert, staatliche
Hilfen an Unternehmen an öko-soziale Bedingungen zu knüpfen, um
Österreich bis 2040 klimaneutral zu machen.
“Österreich braucht einen grünen Weg aus der Corona-Krise. Mit klugen
Konjunkturpaketen gelingt beides: Die Wirtschaft zukunftsfit zu
machen und hunderttausende nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen,
etwa im öffentlichen Verkehr, Gebäudesanierungen und erneuerbaren
Energien. Und wir stellen sicher, dass Österreich schon jetzt alles
unternimmt, um die nächste große Krise abzuwenden – die Klimakrise”,
begrüßt Sophie Lampl, Programmdirektorin bei Greenpeace die heutige
Ankündigung. Alleine mit der Umsetzung des Photovoltaik-Ausbauziels
der Regierung können in Österreich bis zu 200.000 regionale
Arbeitsplätze geschaffen werden.
Darüber hinaus müsse die Regierung staatliche Hilfen daran knüpfen,
dass Unternehmen sich dazu verpflichten, Arbeitsplätze zu fairen
Löhnen zu garantieren, Umschulungen auf nachhaltige Jobs zu
finanzieren und die Treibhausgas-Emissionen massiv zu senken - im
Einklang mit dem Pariser Abkommen und dem Ziel die globale Erhitzung
auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen. “Mit einem grünen Wiederaufbau
kann Österreich jetzt den Sprung in ein neues Zeitalter schaffen.
Staatliche Hilfen müssen daran geknüpft sein, die Unternehmen auf
Klimakurs zu bringen. Statt Millionen Euros in rauchenden Schloten,
der dreckigen Öl- und Gasindustrie oder maroden, klimaschädlichen
Fluglinien zu versenken, muss die Regierung unser Steuergeld in
nachhaltige Betriebe investieren. So können wir die Wirtschaft
modernisieren, ökologisch umbauen und sozial gerecht gestalten, und
wir machen Österreich langfristig krisensicher”, fordert Lampl.
Länder wie Finnland zeigen es vor: Die finnische Regierung hat
angekündigt, ihr Konjunkturprogramm an das Ziel der Klimaneutralität
bis 2035 und eine kohlenstoffarme Kreislaufwirtschaft zu koppeln.
Die Kurz-Studie von Greenpeace zu Wirtschaftshilfen in der
Corona-Krise und ökologische Transformation finden Sie hier:
bit.ly/FOES_GP_StudieFull
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