- 26.03.2020, 14:16:47
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AUGE/UG-Paiha/Taibl: Unverschuldet Arbeitslose nicht zurücklassen!
Corona-Hilfspaket für Arbeitslose gefordert
Utl.: Corona-Hilfspaket für Arbeitslose gefordert =
Wien (OTS) - Aufgrund der Pandemie ist in Österreich die
Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen. Die Regelungen zur
Kurzarbeit federn zwar Einiges ab, aber nicht alle Arbeitgeber nehmen
sie in Anspruch. Viele bleiben bei Kündigungen. Mehr als 100 000
Menschen sind aktuell davon betroffen. Das Hilfspaket der Regierung
sieht in diesem Fall keine zusätzliche Unterstützung für
Erwerbsarbeitslose vor.
Arbeitslose bekommen demnach nicht wie in der Kurzarbeit 80% oder
mehr ihres Gehaltes, sondern zumeist nur 55%. „Hier muss die
Regierung dringend nachbessern. Umso mehr, als verstärkt Menschen im
Niedriglohnsegment betroffen sind“, verlangt Stefan Taibl, AK-Rat und
Betriebsrat für die Alternativen, Grünen und Unabhängigen
GewerkschafterInnen in Niederösterreich. „Es geht nicht an, diese
Menschen zurück zu lassen, unverschuldet ganze Familien in die Armut
zu schicken, noch dazu ohne Chancen auf raschen Wiedereinstieg ins
Erwerbsleben, solange die Krise anhält“. Die AUGE/UG fordert daher
die sofortige Anhebung der Nettoersatzrate im Arbeitslosengeld auf
80% als weitere Maßnahme des Corona-Hilfspakets.
„Die Krise zeigt einmal mehr, wie rasch Menschen unverschuldet in
die Arbeitslosigkeit rutschen können“, so Klaudia Paiha,
Bundessprecherin der AUGE/UG. „Wir fordern seit langem eine Anhebung
der Nettoersatzrate, um existenzsichernd zu sein. Im internationalen
Vergleich hinkt Österreich da sowieso hinterher. Gerade jetzt wird
deutlich, wie wichtig diese Forderung ist“, so Paiha weiter, die sich
dabei auf einer Linie mit den Arbeiterkammern und Gewerkschaften
weiss. Diese haben größtenteils, auch auf Betreiben der AUGE/UG,
diese Forderung schon lange in ihrem Programm. „Erhöhen wir die
Nettoersatzrate und damit das Arbeitslosengeld – gerade jetzt! Damit
wir in der Krise niemanden zurück lassen“, so Taibl zum Abschluss.
Darüberhinaus fordert die AUGE/UG, jenen Unternehmen, die sich
durch Kündigungen in der Krise unsolidarisch gegenüber den
Beschäftigten zeigen, auch nicht die volle solidarische Hilfe durch
die Allgemeinheit zukommen zu lassen, etwa bei Förderungen oder
Stundung von Abgaben- und Steuerschulden.
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