• 15.03.2020, 13:01:09
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  • OTS0029

Ärztekammer rät allen Ordinationen, Patientenkontakte auf das Notwendigste zu reduzieren

Davon betroffen sind alle Routine-, Kontroll-, Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen sowie Untersuchungen von Schwangeren

Utl.: Davon betroffen sind alle Routine-, Kontroll-, Vorsorge- und
Nachsorgeuntersuchungen sowie Untersuchungen von Schwangeren =

Wien (OTS) - Die Ärztekammer rät allen niedergelassenen Ärztinnen und
Ärzten in Wien, ihre Patienten aufzufordern, nicht notwendige
ärztliche Kontakte zu vermeiden. Untersuchungen und Behandlungen, die
nicht dringend oder zeitgebunden sind, sollten nicht mehr
durchgeführt werden. Gegebenenfalls sollten telefonische
Konsultationen erfolgen. Eine entsprechende Mitteilung ergeht
demnächst an alle Ärztinnen und Ärzte. ****

Betroffen von diesen Einschränkungen sind alle Routine-,
Kontroll-, Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen sowie Untersuchungen
von Schwangeren. Mit dieser Maßnahme versucht die Ärztekammer,
Patientenkontakte zu allen in einer Ordination Tätigen auf ein
absolutes Minimum zu reduzieren. Dies betrifft insbesondere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Ärztinnen und Ärzte, die zur
Risikogruppe gehören, also Menschen im Alter von über 60 Jahren sowie
Menschen mit Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes,
Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen oder
Krebs.

Auch rät die Ärztekammer, Parallelarbeiten in größeren ärztlichen
Einheiten – dort, wo möglich, und natürlich im Ermessen der Ärztinnen
und Ärzte - auf die Anwesenheit einer Ärztin beziehungsweise eines
Arztes zu reduzieren.

Ärztefunkdienst stockt massiv auf

Seit Beginn der Coronakrise hat der Ärztefunkdienst in Wien in
etwa 1.600 Abstriche durchgeführt. Bis gestern, Samstag, Abend waren
darunter 65 positive Proben. Durch das Mobile Homesampling wird damit
die Zahl der in Wien Infizierten – in Anbetracht des Ballungsraums
mit knapp zwei Millionen Menschen - auf einem relativ niedrigen Wert
gehalten.

Aktuell sind untertags zehn und während der Nacht zwölf Autos des
Ärztefunkdiensts unterwegs. Die Arbeitsplätze in der Leitstelle
konnten mittlerweile verdoppelt werden. Zusätzlich sind, teilweise
schon jetzt, in voller Stärke dann ab morgen, in den sieben Spitälern
des Wiener Krankenanstaltenverbunds täglich 21 Ärztinnen und Ärzte
des Ärztefunkdiensts tätig, um in vorgelagerten Versorgungseinheiten
die Zuordnung der Patientinnen und Patienten zu übernehmen.

In Wien warten derzeit in etwa 300 Verdachtsfälle auf einen
Abstrich, die Wartezeit beträgt ungefähr einen Tag. Die Ärztekammer
hat daher alle Kolleginnen und Kollegen, die durch einen
eingeschränkten Ordinationsbetrieb freie Kapazitäten haben und gesund
sind, gebeten, sich beim Ärztefunkdienst zu melden, um die dort
tätigen Kolleginnen und Kollegen zu unterstützen. (hpp)

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