EU-Industriestrategie: Angekündigter Stärkung der technischen und strategischen Souveränität Europas müssen Taten folgen

Wien (OTS) - Die Europäische Kommission erkennt in der ersten Skizzierung ihrer Industriestrategie, dass die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen in Zeiten der rasanten digitalen Transformation gestärkt werden muss. Den Ankündigungen müssen nun aber schnell konkrete Maßnahmen folgen, damit Europa global weiterhin Schritt halten kann.

Der FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie begrüßt die ersten Ankündigungen der EU-Kommission zur Implementierung einer EU-Industriestrategie um die technische und strategische Souveränität Europas zu stärken. „Als Enabler und Treiber der Digitalisierung ist die europäische Elektro- und Elektronikindustrie als Zukunftsbranche in besonders hohem Maße vom harten globalen Wettbewerb um wichtige Schlüsseltechnologien betroffen. Dieser wird von einigen Akteuren um jeden Preis geführt. Wir begrüßen daher die Ankündigung der EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen zur stärken. Dies muss nun aber rasch geschehen, denn für Europa werden die nächsten fünf Jahre entscheidend sein“, so Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer des FEEI.

Die EU-Kommission folgt mit ihren Ankündigungen einer langjährigen Forderung des FEEI und der europäischen Elektronikindustrie, eine selbstbewusste europäische Industriepolitik zu entwickeln. Darüber hinaus müssen nun vorhandene strategiepolitische Instrumente wie IPCEI finanziell besser ausgestaltet und genutzt werden, um mit „industriellen Allianzen“ ein „Level Playing Field“ zu schaffen und Schlüsseltechnologien in Europa zu stärken. Das, die Errichtung von leistungsfähiger digitaler Infrastruktur und die Förderung von Grundlagentechnologien sind wichtige Voraussetzungen für faire globale Rahmenbedingungen in diesen Bereichen.

Kerntechnologien wie 5G und KI schützen und ausbauen
Europa hat die große Chance bei Künstlicher Intelligenz global eine führende Rolle einzunehmen. Dafür bedarf es aber noch konkreterer Maßnahmen und weitere Fokussierungen auf jene Bereiche, in denen Europa Stärken aufweist: „Wir verfügen in Europa traditionell über besonders großes Wissen im Bereich der industriellen Anwendungen. Hier können wir als Europa eine starke und führende Rolle bei Künstlicher Intelligenz im Bereich der Industrieproduktion übernehmen. Eine Chance, die wir jetzt nutzen müssen um durch Effizienz und Qualität nachhaltig Wertschöpfung zu generieren“, so Roitner weiter. Die Voraussetzung dafür ist ein gezielter Ausbau von Infrastruktur wie 5G, die die digitale Transformation maßgeblich unterstützt.

Langfristige Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit durch Innovation
Auch für die Erreichung der Klimaneutralität bis 2050 sind neue, wettbewerbsfähige Technologien unabdingbar: „Die Elektro- und Elektronikindustrie bietet durch moderne Innovationen die Lösungen, um dem weltweiten Klimawandel wirksamer entgegenzutreten. Wir sind gerade in der Energietechnik in Europa absoluter Vorreiter und müssen uns auf diese Stärken besinnen“, erklärt Roitner. Speziell in diesem Bereich sei es künftig notwendig, F&E-Programme wie „Horizon Europe“ für die Entwicklung neuer Technologien zu stärken: „Das FTI-Programm auf EU-Ebene muss unter Fokussierung auf die genannten Zukunftsthemen und –technologien finanziell besser ausgestaltet werden. Die Schaffung eines innovationsfreundlichen Umfeldes für jene Unternehmen, die diese Zukunftstechnologien entwickeln, muss ein Eckpfeiler der EU-Industriestrategie sein. So können europäische Produkte und Technologien global zum Standard werden und die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie langfristig gesichert werden“, bekräftigt Lothar Roitner abschließend.

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