FPÖ – Ragger: Kein marokkanischer Pflegetourismus - Wir brauchen Lehrstellen für Österreicher

Neben einem Mindestlohn und Prämien für Pfleger muss auch eine eigene pensionsrechtliche Absicherung für langjährig pflegende Angehörige selbstverständlich sein

Wien (OTS) - In der gestrigen Ausschusssitzung für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz des Nationalrates wurde mit dem freiheitlichen Antrag 373/A(E) zur Verhinderung des marokkanischen Pflegekräfteimports eine hitzige Debatte ausgelöst. Dem vorangegangen war eine Kooperation mit einem privaten marokkanischen Verein, die einer der größten österreichischen Pflegeheimbetreiber abgeschlossen hatte. „Diese Kooperation ist auf das Schärfste zu verurteilen. Anstatt dringend notwendige Lehrstellen für die österreichische Jugend zu schaffen, wird die Ideologie der Massenzuwanderung insofern vorangetrieben, dass jetzt auch schon private Partnerschaften geschlossen werden, um Marokkaner die Rot-Weiß-Rot-Karte zuzuschieben. In Anbetracht der sozialen und kulturellen Probleme, die daraus erwachsen können, ist das ein Hohn gegenüber den Pflegebedürftigen und den österreichischen Arbeitssuchenden“, kritisierte heute der freiheitliche Nationalratsabgeordnete Mag. Christian Ragger.

„Des Weiteren spielt bei marokkanischen Pflegekräften auch die Religion eine nicht unwesentliche Rolle. Wie wollen Angehörige sunnitischen Glaubens römisch-katholische Menschen pflegen, wenn schon der Handschlag aus religiösen Gründen oftmals verweigert wird?“, fragte Ragger. „Außerdem muss man das so betrachten,“ so der freiheitliche Mandatar weiter, „dass durch diese Anwerbung auch ein verheerendes Lohndumping betrieben wird. Es muss im Vordergrund stehen, die Pflegeleistung zu erbringen und auch den österreichischen Pfleger insofern zu berücksichtigen, dass ein ordentlicher Verdienst durch einen leistungsorientierten Mindestlohn garantiert wird. Zusätzlich wollen wir Freiheitliche, dass den Pflegern bei Einstieg und Wiedereinstieg in den Beruf Prämien als Anreize zugutekommen. Eine massenhafte Anwerbung von Marokkanern würde dem zuwiderlaufen.“

Für Ragger ist es ein wichtiges Anliegen, dass endlich die Pflegelehre eingeführt wird, um dem Pflegekräftemangel zu begegnen. Nach wie vor seien viele österreichische Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle. Es liege auf der Hand, dass mit der Pflegelehre beiden Seiten geholfen wäre. Zudem würden Lehrlinge schnell zur Verfügung stehen und das System entlasten, so Ragger.

Laut Ragger sollen darüber hinaus die sozialen Anliegen der pflegenden Angehörigen nicht außer Acht gelassen werden: „Neben einem vernünftigen Mindestlohn und Prämien für Pfleger muss auch eine eigene pensionsrechtliche Absicherung für langjährig pflegende Angehörige selbstverständlich sein. Angehörige, die Menschen zu Hause pflegen, leisten einen erheblichen Beitrag. Das Mindeste, was sie für diese aufopfernde Tätigkeit verdienen, ist nicht nur entsprechende Anerkennung, sondern auch eine Pension.“

„Nur mit diesen Maßnahmen kann der Mangel an Pflegekräften behoben werden. Anders ist es im Fall der angesprochenen Kooperation - hier geht es anscheinend schlicht um Geschäftemacherei. Als Freiheitliche sehen wir uns verpflichtet, die Interessen der Österreicher aufzuzeigen und diese gegen private Bereicherungen durchzusetzen“, betonte Ragger.

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