- 05.03.2020, 14:50:19
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Caritas Österreich schickt Mitarbeiter nach Griechenland und stellt Soforthilfegelder zur Verfügung
Zwei Mitarbeiter der Caritas fliegen am Donnerstag nach Athen, um die Unterstützung der Caritas vor Ort zu organisieren. Spenden werden dringend gebraucht.
Utl.: Zwei Mitarbeiter der Caritas fliegen am Donnerstag nach Athen,
um die Unterstützung der Caritas vor Ort zu organisieren.
Spenden werden dringend gebraucht. =
Wien (OTS) - Die Lage an der griechischen Grenze und auf den
griechischen Inseln hat sich in den vergangenen Stunden und Tagen
stark zugespitzt. Die Türkei und Griechenland sind nicht mehr in der
Lage, allein alle Schutzsuchenden zu versorgen. Am
Donnerstagnachmittag fliegen die Caritas Mitarbeiter Thomas Preindl
und Klaus Schwertner nach Griechenland, um sich ein Bild von der Lage
vor Ort zu machen und die Unterstützung durch die österreichische
Caritas in Griechenland zu organisieren. „Es macht mich betroffen,
dass sich die Lage in Griechenland wieder derart zugespitzt hat“, so
der langjährige Katastrophenhelfer der Caritas, Thomas Preindl, und
weiter: „Ich war bereits 2015 in Idomeni an der mazedonischen Grenze
und ich bin bestürzt, dass bislang keine gemeinsame europäische Linie
für schutzsuchende Menschen gefunden werden konnte. Wir helfen als
Caritas seit Jahren vor Ort – auf den griechischen Inseln selbst,
aber auch in der Balkanregion und in und um Syrien. Was sich an der
türkisch-griechischen Grenze abspielt ist eine Tragödie und macht
einmal mehr deutlich: Hier wird es auf lange Sicht eine gemeinsame
europäische Lösung wie beispielsweise humanitäre Aufnahmeprogramme
brauchen – so wie es sie auch in Österreich in der Vergangenheit
bereits gegeben hat.“
Caritas stellt 50.000 Euro aus dem Katastrophenfonds bereit
Die Caritas Österreich hat – neben der langjährigen Hilfe – nun in
den vergangenen Tagen 50.000 Euro zusätzlich aus den Mitteln des
Caritas Katastrophenfonds für die Hilfe in Griechenland zur Verfügung
gestellt. Klaus Schwertner, Generalsekretär der Caritas der
Erzdiözese Wien: „Die Solidarität mit den geflüchteten Menschen im
türkisch-griechischen Grenzgebiet und mit den vielen Frauen und
Kindern, die in überfüllten Flüchtlingslagern ausharren, ist sehr
groß. Wir sind dankbar für die Spenden, die bereits eingegangen sind.
Klar ist aber, dass noch wesentlich mehr Hilfe gebraucht wird, um die
Menschen zumindest mit dem Notwendigsten zu versorgen. Es fehlt an
allem: An Notunterkünften, Trinkwasser und Lebensmitteln“, so Klaus
Schwertner, Generalsekretär der Caritas Wien.
Die Caritas hilft aktuell vor allem auf Lesbos und Chios. Geflüchtete
erhalten im Lager Kara Tepe Notfallpakete (Hygienematerial, Decken,
Kleidung). Sowohl auf den Inseln als auch am Festland unterstützt die
Caritas bei der Sicherstellung der medizinischen Versorgung. In Kara
Tepe erhalten besonders Schutzbedürftige, darunter Folteropfer,
Menschen mit Behinderung und hochschwangere Frauen, psychologische
Hilfe um die Erlebnisse vor und auf der Flucht verarbeiten zu können.
In der aktuellen Situation hat die Caritas Österreich umgehend 50.000
aus dem Katastrophenfonds bereitgestellt.
Die Caritas ist bereits seit 2015 in Griechenland aktiv und
unterstützt vor allem bei der Integration der Flüchtlinge. Gemeinsam
mit der UNHCR haben 26.000 Menschen durch das nationale
Shelterprogramm in Athen und Thessaloniki Schutz und Unterkunft
bekommen. Kinder können die Schule besuchen und Griechisch lernen.
Eltern werden bei Amtswegen unterstützt und erhalten Sprachkurse.
Besonders schutzbedürftige Menschen werden im Stadtteil Neos Kosmos
in Athen in einem Caritasgebäude untergebracht und betreut.
Resettlement als mittelfristige Lösung
Aus Sicht der Caritas braucht es jetzt vor allem schnelle Hilfe vor
Ort, um die aktuelle Lage gut zu bewältigen. Den besonders
betroffenen Ländern muss bei der Bewältigung der Situation geholfen
werden. Mittelfristig gibt es das Instrument des Resettlement, so
dass besonders vulnerablen Menschen geholfen werden kann und um eine
legale Möglichkeit zu schaffen, Asyl zu bekommen. Langfristig ist es
unabdingbar, dass weitere Maßnahmen und Schritte in Richtung einer
gemeinsamen, europäischen Lösung gesetzt werden. „Sicherheit an den
Grenzen und ein menschlicher Umgang sind möglich, wenn hier mit
Augenmaß und Bedacht gehandelt wird“, sind Preindl und Schwertner
überzeugt. „Letztlich geht es auch darum, die Basis unseres
europäischen Rechtssystems, die Menschenrechte, zu schützen und das
Asylrecht für die Zukunft abzusichern.“
Hilfe wird dringend gebraucht.
Mit 30 Euro spenden Sie ein Nothilfepaket für die Menschen vor Ort.
Caritas Spendenkonto
BAWAG PSK IBAN: AT92 6000 0000 0770 0004
BIC: OPSKATWW
Kennwort: Flüchtlingshilfe
www.caritas.at/griechenland
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