Wirtschaftskammerwahl – SWV Wien fordert eine Wirtschaftskammer für die Mitglieder statt für Funktionäre

Mehr Sozialdemokratie in die Wirtschaft, mehr Wirtschaft in die Sozialdemokratie.

Wien (OTS/SWV Wien) - "Holt euch eure Kammer zurück!", appelliert Marcus Arige, Spitzenkandidat des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Wien (SWV Wien) für die WK-Wahl, an die Wiener Selbstständigen. Die Wirtschaftskammerwahl sei die Chance auf eine dringend notwendige Kurskorrektur. "Die Selbstständigen verdienen sich keine Almosen, sie verdienen sich konkrete Lösungen für konkrete Probleme", fordert Marcus Arige bei der Abschlussveranstaltung des SWV Wien am Donnerstagabend und kritisiert damit die Alibiaktionen bei Selbstbehalt und Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes durch den Wiener Wirtschaftsbund und die Bundesregierung.

"Wir haben in den vergangen vier Monaten gezeigt, dass wir die einzig verbliebene relevante Oppositions- und Themenfraktion in der Wiener Wirtschaftskammer sind. Wir sind die Fraktion, die sich für echte soziale Sicherheit und echte Entlastung für alle Selbstständigen stark macht. Wir schauen darauf, dass die Mieten leistbar sind und die Digitalisierung nicht ganze Branchen vernichtet. Wir vertreten die 99 Prozent in der Wirtschaftskammer und werden auch künftig darauf schauen, dass Selbstständige, Ein-Personen-Unternehmen und Klein- und Mittelbetriebe nicht auf der Strecke bleiben", betont der Spitzenkandidat vor zahlreichen UnterstützerInnen.

Der SWV Wien ist bereits Ende Oktober mit einem fulminanten Auftakt in den Wahlkampf gestartet. "In den letzten vier Monaten haben wir unter dem Motto 'Wir sind da' gezeigt, wofür wir stehen und dass wir den Dialog suchen. Wir haben die Organisation geöffnet und die Wiener Selbstständigen eingeladen, ein Stück des Weges mit uns zu gehen. Das werden wir auch in den nächsten Jahren konsequent tun. Unser Ziel ist es, mehr Sozialdemokratie in die Wirtschaft zu bringen und mehr Wirtschaft in die Sozialdemokratie", so Arige.

Beisln statt Banken!

Der SWV Wien werde jedenfalls bis zum Wahlschluss um jede einzelne Stimme werben, versichert der Präsident des SWV Wien, Fritz Strobl. "Die Kammer hat offensichtlich kein Interesse daran, dass Selbstständige ihre Interessenvertretung mitgestalten. Wir kämpfen dafür, dass sich das ändert", betont Strobl. Er macht die Ungerechtigkeiten in der Kammer an einem Beispiel deutlich: Im Wiener Wirtschaftsparlament haben künftig 785 Betriebe aus dem Bereich Banken, Industrie und Versicherungen 24 von 79 Sitzen, die gewählt werden. Damit bleiben für ca. 141.000 Gewerbeberechtigungen gerade einmal 55 Sitze, so Strobl.

"Bei der Wahl geht es um Gerechtigkeit in der Wirtschaftskammer. Es müssen die Beisln und nicht die Banken zählen. Es muss Schluss mit Reformen sein, die nur dem Machterhalt der Mehrheitsfraktion dienen. Doch damit sich das ändert, müssen Selbstständige wählen gehen", appelliert der Präsident des SWV Wien abschließend.

Der SWV Wien fordert unter anderem:

- Entlastungspaket von 100 Mio. Euro, dass allen Wiener Selbstständigen zugutekommt (Maßnahmen: Halbierung der Grundumlage, Befreiung vom SVS-Beitrag bis 1.000 Euro Gewinn pro Monat)
- die Verdoppelung des Krankengelds auf 60 Euro pro Tag
- die Auszahlung des Krankengelds ab dem 4. Tag
- Mindestdauer von drei Jahren bei Mietverträgen
- gerechte Steuern für Online-Konzerne (europaweiter Mindeststeuersatz, digitale Betriebsstätte)

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien
Presse & Kommunikation
Katja Dämmrich
Tel: 01 525 45-44
katja.daemmrich@swv.org
www.swv.org
https://www.facebook.com/swvwien

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVW0001