- 05.02.2020, 10:34:12
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Greenpeace: OMV-Unfall in Neuseeland ist alarmierend
Österreichischer Ölkonzern kappt aus Versehen eigene Bohrleitung - Greenpeace fordert Rückzug der OMV aus Neuseeland
Utl.: Österreichischer Ölkonzern kappt aus Versehen eigene
Bohrleitung - Greenpeace fordert Rückzug der OMV aus
Neuseeland =
Dunedin/Wien (OTS) - Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV hat
im Great South Basin in Neuseeland einen Unfall verursacht: Ein
sogenannter Blowout-Preventer – ein Sicherheitssystem, das bei
Bohrungen angewendet wird – wurde unabsichtlich aktiviert und
durchschnitt die Bohrleitung. Öl und Gas sind dabei laut OMV nicht
entwichen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace warnt vor den
Risiken der geplanten OMV-Bohrung und fordert von dem Ölkonzern, sich
aus den neuseeländischen Gewässern zurückzuziehen.
„Dieser Unfall zeigt, dass die OMV komplett unvorbereitet auf die
Tiefseebohrungen ist und selbst bei den Vorbereitungen komplett
versagt”, erklärt Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in
Österreich. „Öl- und Gasbohrungen sind niemals sicher. Die OMV will
in ähnlichen Tiefen bohren, in denen auch BP mit der Deepwater
Horizon tätig war. Damals kam es zu einer der schlimmsten
Ölkatastrophen in der Geschichte. Die Ölpest kostete Hunderttausende
Meerestiere das Leben.” Das Great South Basin gilt als Hotspot der
Artenvielfalt und beheimatet unter anderem seltene Neuseeländische
Seelöwen, Buckelwale und Pottwale.
Bereits vor dem Start der Bohrungen protestierten in Neuseeland und
Österreich zahlreiche Menschen und Umweltbewegungen gegen das
Vorhaben der OMV. Der Vorfall zeigt sowohl die ökologischen, als auch
die finanziellen Risiken der Bohrpläne. „Medienberichten zufolge
könnte diese Panne der OMV Millionen an Dollar kosten. Geld, das der
Konzern in eine nachhaltige Zukunft investieren hätte können”, so
Meus. „Die OMV muss endlich Verantwortung übernehmen und die
gefährlichen Öl- und Gasbohrungen in Neuseeland fallen lassen.”
Bildmaterial
Finden Sie unter: http://bit.ly/OMV-Fotos
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