Wirtschaftsbund ad ÖGK: Panikmache der Gewerkschaft löst sich in Rauch auf

Überleitungsausschuss in der ÖGK bringt Leistungsharmonisierungen für Versicherte – Maßnahmen gegen Krankenstandsmissbrauch werden evaluiert

Wien (OTS) - „Mit den heutigen Beschlüssen des Überleitungsausschusses in der Österreichischen Gebietskrankenkasse (ÖGK) wird der eingeschlagene Weg hin zu einer effizienten und modernen Krankenkasse im Sinne der Versicherten fortgesetzt. Entgegen der befeuerten Panikmache seitens der Gewerkschaft wurde heute die Leistungsharmonisierung beschlossen. Weiters wird die ÖGK damit beauftragt, eine Analyse und mögliche Maßnahmen gegen Krankenstandsmissbrauch zu erarbeiten“, so WB-Generalsekretär Kurt Egger.

Österreichweit gleiche Leistungen für die Versicherten

Mehrere Leistungen, die bisher je nach Bundesland unterschiedlich geregelt wurden, sollen nun nach oben vereinheitlicht werden. Somit wird in Zukunft in ganz Österreich für Krankentransporte kein Selbstbehalt mehr anfallen. Die Auszahlung des Krankengeldes wird auf die einheitliche Höchstdauer von bis zu 78 Wochen angehoben. Bisher waren in sieben GKKs nur 52 Wochen Maximalbezugsdauer vorgesehen. Der Maximalbetrag für Heilbehelfe und Hilfsmittel (wie etwa Rollstühle, Prothesen) wird einheitlich von 1.342 Euro auf 3.580 angehoben. Abgeschafft wird der Eigenkostenanteil bei orthopädischen Maßschuhen für Kinder, für Erwachsene wird der Selbstbehalt gesenkt. Verbesserungen sind auch im Bereich Zahnersatz, Kieferorthopädie und Zahnbehandlung geplant. „Mit der SV-Reform wird im System gespart, damit mehr für die Patientinnen und Patienten bleibt. Jetzt ernten die Versicherten die ersten Früchte. Damit löst sich auch die Panikmache der letzten Wochen von Seiten der Gewerkschaft in Rauch auf“, so Egger.

ÖGK wird Krankenstandsmissbrauch evaluieren und Maßnahmen erarbeiten

Neben einer Harmonisierung der Leistungen braucht es auch ein entschiedenes Vorgehen gegen Missbrauch von Krankenständen. Die Datenlage ist in Österreich sehr dürftig, die Kontrolle und Aufzeichnung von Krankenstandsmissbrauch wird in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Aus Umfrageergebnissen des Marktforschungsinstituts GfK lässt sich ableiten, dass zwischen 7% bis 13% der Beschäftigten mindestens einmal im Jahr „blau“ gemacht haben. In Oberösterreich wurden 2016 etwa 1.100 Missbrauchsfälle von Krankenständen gemeldet. Deshalb wurde nun die ÖGK zur Erstellung einer Analyse beauftragt, aufgrund derer weitere Maßnahmen beschlossen werden sollen.

„Krankenstandsmissbrauch ist unkollegial gegenüber den Arbeitskollegen und ein Schaden für die Krankenkassen und Unternehmen. Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass sich kranke Mitarbeiter auskurieren und im Krankenstand bleiben, solange sie nicht fit sind. Gleichzeitig ist es wichtig, Fairness sicherzustellen und Missbrauch einzudämmen – im Sinne aller Beitragszahler - sowohl auf Arbeitnehmer- als auch auf Arbeitgeberseite“, so Egger abschließend.

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