• 11.12.2019, 11:23:10
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  • OTS0092

Gewaltschutz: Bures fordert den gemeinsamen Dialog wieder aufzunehmen

Zweite Nationalratspräsidentin für Versachlichung der Diskussion und Rückkehr zum nationalen Schulterschluss

Utl.: Zweite Nationalratspräsidentin für Versachlichung der
Diskussion und Rückkehr zum nationalen Schulterschluss =

Wien (OTS/SK) - „Das Thema Gewaltschutz hat in Österreich nach wie
vor traurige Aktualität“, betont die Zweite Nationalratspräsidentin
Doris Bures anlässlich der heutigen Aktuellen Stunde „Stopp die
Gewalt“ im Nationalrat. Nach bereits 34 Morden an Frauen im Jahr 2019
geht es für Bures darum, den nationalen Schulterschluss zur
Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und Kinder so rasch als möglich
wieder herzustellen. ****

Bures hatte zu Beginn des Jahres zu einem parteiübergreifenden
parlamentarischen Dialog zum Thema Gewaltschutz geladen. „Hier hatten
Expertinnen und Experten offen angesprochen, welche Verbesserungen
notwendig sind. Ein Jahr später wurde erst sehr wenig davon
umgesetzt“, stellt sie nun gegen Jahresende fest. „Wir sollten die
Expertinnen und Experten ernst nehmen. Sie wissen aufgrund ihrer
täglichen Arbeit ganz genau, wie man Frauen, die Opfer von häuslicher
Gewalt sind, unterstützen kann“, ruft die Zweite
Nationalratspräsidentin Bures die Ergebnisse des Dialogs und der
ebenfalls von ihr eröffneten internationalen Fachkonferenz im März
2019 in Erinnerung.

Damals erarbeiteten VertreterInnen der Polizei, der Justiz und
Prozessbegleitung, des Gewaltschutzes, der Frauenhäuser und der
Männerarbeit ein Maßnahmenpaket. Dieses beginnt bei der
Sensibilisierung zu häuslicher Gewalt hinsichtlich der
gesellschaftlichen Rollenbilder schon bei Buben und reicht bis zu
Schulungen und Ausbildungen bei Polizei und Justiz. Eines der
wichtigsten Präventionsmittel stellt die Stärkung der
Gleichberechtigung und der ökonomischen Unabhängigkeit von Frauen
dar, etwa durch die Unterhaltsgarantie und die Verringerung der
Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen. Betroffene Frauen
brauchen Stärkung und Ermutigung, um aus dem gewalttätigen Umfeld
auszubrechen, psychosoziale Prozessbegleitung, genügend Schutz- und
Unterstützungseinrichtungen und deren finanzielle Absicherung.

Diese Vorschläge, die überparteilich und in aller Sachlichkeit
diskutiert wurden, liegen seit fast einem Jahr auf dem Tisch. Dabei
waren sich die Gleichbehandlungssprecherinnen aller Parteien einig,
dass rasch gehandelt werden müsse, um die Situation von Frauen, die
Gewalt ausgesetzt sind, zu verbessern. „Damals konstatierten wir
gemeinsam den Anfang eines Prozesses. Ich habe in meinem Leben immer
versucht, durch Dialog die besten Lösungen für jene, die unsere
Unterstützung brauchen, herbeizuführen. Ich appelliere heute, die
gemeinsamen Gespräche wieder aufzunehmen. Die von Gewalt betroffenen
Frauen brauchen unsere Unterstützung“, so Bures.

HINWEIS:
Frauenhelpline gegen Gewalt
Tel.: 0800 222 555
Web: www.gewaltschutzzentren.at

(Schluss) bj/mp

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