- 04.12.2019, 12:44:06
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Kärntens Wirtschaft in Brüssel stark vertreten 2
WK-Präsident Mandl traf den neuen EU-Budgetkommissar Johannes Hahn. Thema war die EU-Makroregion Alpen-Adria.
Utl.: WK-Präsident Mandl traf den neuen EU-Budgetkommissar Johannes
Hahn. Thema war die EU-Makroregion Alpen-Adria. =
Klagenfurt/Brüssel (OTS) - Ein mehr als einstündiges Gespräch mit dem
neuen österreichischen EU-Budgetkommissar Johannes Hahn war am
Montagabend der zweite Höhepunkt des Brüssel-Besuchs von
Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl. Neben der Diskussion um die
geplanten Maßnahmen gegen den Mehrwertsteuerbetrug in Europa stand
die weitere Entwicklung der EU-Makroregion Alpen-Adria im Mittelpunkt
des Zusammentreffens.
Wie Mandl schilderte, wurde das Netzwerk der Alpen-Adria-
Wirtschaftskammern mit Hauptsitz in Klagenfurt 2007 gegründet, hat
derzeit neun Mitgliedskammern aus Österreich, Italien, Slowenien und
Kroatien und verfolgt das Ziel, den Alpen-Adria-Raum langfristig als
eigene EU-Makro-Region zu positionieren. Unterstützt wird dieser
Vorschlag von der Alpen-Adria-Allianz, dem Zusammenschluss der
Regierungs- und Verwaltungsbehörden im Alpen-Adria-Raum und der
Alpen-Adria-Rektoren-Konferenz.
Das ist für die Weiterentwicklung des Lebensraums von etwa sieben
Millionen Menschen zwischen Alpen und Adria deshalb von besonderer
Bedeutung, weil die bestehenden Interreg-Programme zu kurz greifen:
Sie sehen nur die Zusammenarbeit von zwei Ländern vor, die deshalb
nötigen transnationalen Förderprogramme (Alpen-Raum, Donau Region
oder Zentral-Europa) sind zu groß und zu schwerfällig. Mandl: „Unser
Lebensraum ist ein einzigartiger Schnittpunkt von drei Sprach- und
Kulturkreisen - romanisch, slawisch, germanisch - in Europa und schon
alleine deswegen prädestiniert für europäische Zusammenarbeit. Dafür
setzen wir uns ein.“
Wie Meinrad Höfferer, Leiter der Außenwirtschaft der WK Kärnten,
betonte, seien die Alpen-Adria-Wirtschaftskammern sowie die
regionalen Regierungs- und Verwaltungsbehörden überzeugt davon, dass
eine wirklich gedeihliche und nachhaltige grenzüberschreitende
Zusammenarbeit von Regionen nur dann funktionieren könne, wenn sie
auf der Grundlage ihrer gewachsenen wirtschaftlichen, kulturellen und
gesellschaftlichen Wurzeln erfolge. „Deshalb werben wir um die
Zustimmung der Kommission und des Parlaments, künftig EFRE-Mittel für
den Alpen-Adria-Raum zu dotieren.“ Mittelfristig sollte die Region
auch in den europäischen Aktionsgruppen wie EUSALP, EUSAIR oder
Danube Region Strategy vertreten ein, um inhaltliche Themen und
konkrete Projekte des Alpen-Adria Raumes besser in den bestehenden
Makro-Strategien und Transnationalen Förderprogrammen zu verankern.
Langfristig ist es das erklärte Ziel der Alpen-Adria-
Wirtschaftskammern den Alpen-Adria-Raum zu einer EU-Makro-Region mit
einem eigenen Förderprogramm zu entwickeln. Mandl: „Ein geographisch
kompaktes sowie kulturell und gesellschaftlich eng verwobenes Gebiet
mit Regionen aus Österreich, Slowenien, Italien, Kroatien und Ungarn
kann den Grundgedanken der europäischen Zusammenarbeit samt
territorialer Kohäsion aus unserer Sicht besser umsetzen als große
Makro-Regionen die sich über halb Europa erstrecken.“
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