• 04.12.2019, 09:00:02
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Greenpeace-Report: Meerestiere entscheidend im Kampf gegen Klimakrise

Ozeane durch Erderhitzung und Industrie jedoch geschwächt - 30 Prozent der Meere müssen bis 2030 unter Schutz stehen

Utl.: Ozeane durch Erderhitzung und Industrie jedoch geschwächt - 30
Prozent der Meere müssen bis 2030 unter Schutz stehen =

Madrid/ Wien (OTS) - Ein heute anlässlich der COP25 veröffentlichter
Greenpeace-Report zeigt auf, dass Meerestiere essenziell zum
Klimaschutz beitragen. Von riesigen Walen bis zum winzigen Krill: Sie
alle speichern Kohlenstoff und kühlen somit unseren Planeten. Doch
gleichzeitig setzt die Klimakrise unseren Meeren stark zu. Bereits
rund ein Drittel aller Meereslebewesen ist vom Aussterben bedroht.
Dadurch wird wiederum die Klimaschutzfunktion der Meere geschwächt –
ein Teufelskreis für unseren Planeten. Greenpeace fordert von
Regierungen weltweit, ambitionierte Meeresschutzmaßnahmen zu
beschließen und 2020 ein starkes UN-Hochseeschutzabkommen zu
besiegeln.

„Die Klimakrise ist eine Meereskrise. Industrielle Aktivitäten wie
Fischerei, Öl- und Gasbohrungen, aber auch die Folgen der Klimakrise
lassen unsere Meere zusammenbrechen. Doch wir brauchen gesunde Ozeane
mit einer intakten Artenvielfalt – sie tragen maßgeblich zum
Klimaschutz bei“, erklärt Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in
Österreich. So sind beispielsweise Wale mächtige Verbündete gegen die
Erderhitzung: Die Tiere transportieren sogenannten blauen Kohlenstoff
von höheren in tiefere Meeresschichten. Sie tragen somit dazu bei,
dass der Kohlenstoff nicht in die Atmosphäre entweicht und zur
Klimaerhitzung beiträgt. Gleichzeitig sind Meerestiere von der
Klimakrise extrem betroffen. Denn die Erderhitzung führt dazu, dass
sich auch die Meere erhitzen und versauern. Das bedeutet, dass sich
der PH-Wert des Wassers ändert. Tiere, die sich daran nicht anpassen
können, wandern ab oder sterben aus. Auch die industrielle Fischerei
dezimiert die Populationen. „Die artenreichen Schatzkammern unserer
Meere geraten immer mehr zu trostlosen Wüsten“, so Meus. „Wir
brauchen Meeresschutzgebiete, in denen industrielle Aktivitäten
verboten sind, Meerestiere sich erholen können und ihrer wichtigen
Funktion für den Klimaschutz nachkommen können.“

Greenpeace fordert, dass bis zum Jahr 2030 30 Prozent der Meere unter
Schutz stehen. Nur so können wir sicherstellen, dass die Meere nicht
komplett aus dem Gleichgewicht geraten. Eine historische Chance für
den Meeresschutz wird es im kommenden Jahr geben: Die Vereinten
Nationen planen, 2020 ein Hochseeschutzabkommen fertig
auszuverhandeln. Ein starkes Abkommen wäre die Grundlage für
Meeresschutzgebiete auf Hoher See. „Regierungen weltweit dürfen diese
Chance nicht verpassen. Sie müssen nächstes Jahr ein starkes und
effektives Hochseeschutzabkommen beschließen, mit dem wir die Meere
endlich schützen können – bevor es zu spät ist“, so Meus.

Bildmaterial zur Studie
finden Sie unter: http://bit.ly/In-hot-water-Fotos

Die deutsche Zusammenfassung des Reports
finden Sie unter: http://bit.ly/In-hot-water-Zsfsg

Den gesamten Report auf Englisch
finden Sie unter: http://bit.ly/In-hot-water-Report

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRP

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